Auf gutem Weg

Donnerstag, 22. Dezember. 2005

Es gab schon die außergewöhnliche Orte, in denen sich die Mitglieder des NUV trafen. Auf einer Deponie oder bei der Bundeswehr. In dieser Woche lag der Treffpunkt fast 700 Meter unter der Erdoberflächen.

„Was wir gemeinsam in diesem Jahr geleistet haben, das kann sich sehen lassen“, so die einleitenden Worte des Vorsitzenden des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV), Hans-Joachim Junker, anlässlich der letzten Mitgliederversammlung in diesem Jahr. Die führte die Mitgliedsunternehmen nach Sondershausen in das dortige Erlebnisbergwerk. Die Firmenvertreter wurden vor der Seilfahrt in rund 700 Meter Tiefe von Bergwerkschef Dr. Helmut Springer herzlich begrüßt und mit der Geschichte des Kalibergbaus in Sondershausen vertraut gemacht.  

Zu Beginn der Mitgliederversammlung analysierte der Leiter des Economic Research der Commerzbank, Dr. Ralph Solveen, den Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung und leitete daraus Folgen für die weitere Konjunkturentwicklung in Deutschland ab.  

Es war das erste volle Jahr, das der NUV gemeinsam mit seinen Partnern „hinter sich brachte“. Junker erinnerte in seinen resümierenden Worten an die Gründung des Verbandes im Sommer 2004, er stellte aber auch klar die Anstrengungen und die Ergebnisse der Verbandsarbeit heraus. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr lag in der Erteilung des Baurechts für das Industriegebiet in der Goldenen Aue. In vielen Statements und teilweise auch durch fachliche Zuarbeiten positionierten sich die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes klar und deutlich für das Industriegebiet.  

Die Notwendigkeit von großflächigen Industrieansielungen ist auch ein Kernstück des in diesem Jahr entwickelten und verabschiedeten Strategiepapiers. Hier wurden Themen und Lösungsansätze aufgeschrieben, die den Unternehmern der Region quasi „unter den Nägeln brennen“. Nach erster anfänglicher Unterstützung durch die kommunale Politik sind in den zurückliegenden Wochen unerwartete Verzögerungen eingetreten. Noch immer sei das Strategiepapier nicht durch die Spitzen der beiden großen kommunalen Verwaltungen im Landkreis Nordhausen unterzeichnet.  

Zum Zeitpunkt der Verschmelzung waren 75 Unternehmen unter dem Dach des NUV vereinigt. In dieser Woche ist das 100. Mitglied aufgenommen worden. Gerade dieser erfreuliche Trend mache deutlich, dass die Unternehmer sich eine attraktive Verbandsarbeit wünschen. Mit den Themen für die Clubabende habe der Vorstand versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Das soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Während der Mitgliederversammlung wurden Vertreter von Firmen und Unternehmen geehrt, die seit zehn Jahren aktiv in dem Nordhäuser Verband mitarbeiten. Dr. Tobias Jung wurde als langjähriges Vorstandsmitglied verabschiedet. Der Geschäftsführer der Südharzer Gipswerke in Ellrich wird innerhalb des Konzerns eine neue verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Und schließlich unterstützt der NUV den Fußball-Verein Wacker Nordhausen. Anlässlich des 100. Geburtstages des Vereins erhielten Präsident Detlef Zeitler und Vizepräsident Olaf Schulze einen Scheck über 500 Euro.

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