Ideen statt Steuern erhöhen

Montag, 10. Januar. 2011

Die Nordhäuser Stadtverwaltung will sich am Projekt des Thüringer Wirtschaftsministeriums “Wirtschaftsfreundliche Verwaltung” beteiligen. Das wird vom Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes außerordentlich begrüßt. Aber...



Gerade die Zusammenarbeit mit potentiellen Investoren und bereits etablierten Unternehmen kann unmittelbar zu einer finanzstarken Kommune beitragen. “Bestehende und neu angesiedelte Unternehmen sind mittel- und langfristig der Garant für einen verlässlichen Fluss der Gewerbesteuer”, konstatiert NUV-Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Junker. Der Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze trägt wesentlich dazu bei, die Atraktivität einer Region zu bewahren und zu steigern, so Junker weiter.

In diesem Zusammenhang bedauert der Nordhäuser Unternehmerverband die Ankündigung der Nordhäuser Stadtverwaltung, die Grund- und Gewerbesteuer anheben zu wollen. Betroffen hiervon sind auch die Bürger, auf die höhere fianzielle Belastungen durch die Anhebung der Grundsteuer zukommen. Die Begründung, das Land Thüringen fordere die Steueranhebungen von den Kommunen, ist für den NUV-Vorstand nicht schlüssig.

Vielmehr erwartet er von einer starken wirtschaftsfreundlichen kommunalen Verwaltung die Suche nach Kompensationsmöglichkeiten, um eine Reduzierung der Schlüsselzuweisungen seitens des Landes auszugleichen. Statt einfach am Hebesatz für die Grund- und Gewerbesteuer nach oben zu drehen, sollten kreative Lösungsansätze erarbeitet und mit allen Beteiligten diskutiert werden. Dazu bietet der Unternehmerverband selbstverständlich seine Hilfe und wirtschaftliche Kompetenz an.