Unternehmer zum Industriegebiet

Montag, 21. November. 2005

Im Rahmen eines Klubabends begrüßte der Nordhäuser Unternehmerverband Politiker aus der Region. Ein Thema war das Industriegebiet Goldene Aue. Außerdem wurden neue Mitglieder im Verband aufgenommen.

 

Mit Erleichterung stellten während des jüngsten Clubabends die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) fest, dass die Genehmigung des Bebauungsplanes für das Industriegebiet in der Goldenen Aue vorliegt. NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker betonte vor den Unternehmern der Region aber auch, dass man weiterhin den Planungsverband und künftig die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) unterstützen müsse. Der NUV begrüßte zu seinem Clubabend auch kommunale Spitzenpolitiker der Region wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke oder Landrat Joachim Claus.

 

Die Oberbürgermeisterin forderte die Unternehmer auf, ihre unternehmerischen Kontakte über die Region hinaus zu nutzen, um auf das künftige Industriegebiet aufmerksam zu machen und dafür zu werben. Rinke betonte, dass man seitens der Politik an einem Ziel festhalte – die erste Ansiedlung von Firmen auf der 100 Hektar großen Fläche im Jahr 2007.

 

In der Diskussion zeigten sich die Mitglieder des NUV sehr interessiert an dem Thema. So wurden unter anderen Fragen nach dem Erwerb der Grundstücke gestellt. Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse verwies darauf, dass die Mehrzahl der über 100 Einzel-Grundstücke von der LEG erworben werden müssen, auch habe die Mehrheit der Eigentümer eine Verkaufsbereitschaft signalisiert.

 

Ein zweites Diskussionsthema des jüngsten Clubabends war eine Beschlussvorlage für den Kreistag zu einem künftigen Naturpark Südharz. Hier hätten sich die Unternehmen des Landkreises eine vorherige Information und einen Meinungsaustausch zwischen Politik und Wirtschaft gewünscht, so Junker. Er plädierte im Namen der Mitglieder des NUV dafür, diese Beschlussvorlage in die entsprechenden Fachausschüsse des Kreistages zu verweisen, um dort auch die Meinung der Wirtschaft zu hören. Junker verwies darauf, dass die Reglementierung durch Schutzzonen im Landkreis Nordhausen sehr groß sei. Eine Erweiterung könne die Wirtschaft nicht hinnehmen.

 

Landrat Joachim Claus verwies in seinem Statement auf die Geschäftsordnung des Kreistages. Da sei festgeschrieben, dass Fraktionen (in diesem Fall Linke.PDS, SPD und Bündnis 90/Grüne) Anträge einbringen können. Er gab dem Nordhäuser Unternehmerverband den Hinweis, dass er die Bitte nach Verweis in die Ausschüsse gern schriftlich den Kreistagsfraktion zukommen lassen würde.

 

Zum Schluß des offiziellen Teils des Clubabends konnte Hans-Joachim Junker im Namen des Vorstandes fünf neue Mitglieder im Verband begrüßen: Das sind die Rechtsanwälte Stöber, Dr.Giehl und die Kanzlei Vens - Capell sowie die Nordthüringer Baustoff- Vertriebs GmbH & Co KG und die Sparkassen-Versicherung. Damit sei man dem Ziel, in diesem Jahr das 100. Mitglied im Verband begrüßen zu können, ein beträchtliches Stück näher gekommen. Aktuell verzeichnet der Nordhäuser Unternehmerverband 97 Mitglieder.

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