Pferdemarkt-Bau geht Montag weiter

Samstag, 14. Juli. 2012

Nordhausen. Das lange Warten auf einen Fortgang an der Baustelle für das Einkaufszentrum am Pferdemarkt hat ein Ende: "Nächste Woche beginnt die Urbacher Firma Henning-Bau mit der Fundamentierung der Bodenplatte", informierte Hans-Joachim Junker, Vorsitzender des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV), unsere Zeitung. "Am Montag wird noch eine Rampe verlegt, ehe wir am Dienstag mit dem Schachten der Fundamente beginnen", bestätigte Frank König, Bauleiter bei Henning-Bau, die Aussage des NUV-Vorsitzenden.

 

Junker zeigte sich erfreut, dass es an der Baustelle endlich weitergeht. "Der Zeitabstand ist natürlich zu groß", hätte sich der NUV-Chef einen schnelleren Fortschritt gewünscht. Das Einkaufszentrum sieht er mit gemischten Gefühlen. "Die Kaufkraft wird sich nicht vergrößern, andererseits wäre eine Freifläche mitten in der Stadt auch keine Lösung gewesen", meinte Junker. Mögliche Synergien würden erst dann entstehen, wenn Käufer von außerhalb angezogen werden.

 

Auch beim Industriegebiet in der Goldenen Aue könnte es nach Ansicht des Unternehmerverbandes schneller vorangehen. "Dass die Archäologen jetzt noch mehr Zeit für ihre Untersuchungen erhalten haben, ist für uns enttäuschend", sagte Junker. Der erste Untersuchungsabschnitt soll bis Ende August beendet sein, die kompletten archäologischen Arbeiten bis Ende des Jahres. "Das ist auch richtig teuer", fügte der Unternehmer hinzu. Etwa fünf Prozent der Erschließungskosten für das Industriegebiet, also etwa 1,4 Millionen Euro, würden nach Schätzungen des NUV für die archäologischen Untersuchungen angesetzt.

 

Der Verband ist optimistisch, was die spätere Ansiedlung von Unternehmen betrifft. Es seien genügend Anfragen vorhanden. "Wir brauchen das Industriegebiet unbedingt, weil wir bald keine großen Flächen mehr haben", machte NUV-Sprecher Niels Neu klar. Und noch habe man einen Zeitvorsprung vor dem geplanten Industriegebiet bei Sangerhausen. Immer vorausgesetzt, dass sich die ersten Unternehmen 2014 oder 2015 in der Aue ansiedeln können.

Quelle: www.thueringer-allgemeine.de