Unternehmer im Dom

Donnerstag, 21. Juni. 2012

In einem gänzlich anderen Ambiente trafen sich am Donnerstag die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes zu einem weiteren Klubabend. Sie waren zu Gast im Nordhäuser Dom zum Heiligen Kreuz. Dort wurde zugehört, nachträglich gratuliert und gespendet...


Begrüßt wurden sie durch den „Hausherren“ Pfarrer Richard Hentrich, dem nachträglich zu seinem 60. Geburtstag gratuliert wurde. Hentrich betonte die Bedeutung des Doms nicht nur aus kirchlicher Sicht, sondern auch für die Nordhäuser Altstadt und deren weitere Entwicklung. Damit die Sanierungsarbeiten am Dom selbst weiter vorangehen, übergab NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker einen Scheck in Höhe von 750 Euro.

Danach berichtete der Leiter der Stadtsanierung, Mario Manolow, über den Fortgang der Altstadtentwicklung auf einer Fläche von mehr als 30 Hektar. Zu den Hauptaufgaben gehören zum Beispiel die Grundstücksvermarktung. Auch nach mehr als 20 Jahren gebe es immer noch Probleme mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen, deren Klärung jedoch Voraussetzung für die Entwicklung von so genannten Block- und Quartierskonzepten ist. Finanziell unterstützt werde die weitere Entwicklung im Bereich der Altstadt mit jährlich fünf bis sechs Millionen Euro. Zum Revier der Altstadt-Sanierung gehören aber auch der Umbau der Flohburg, der Neubau der Kulturbibliothek sowie die Umgestaltung des Blasiikirchplatzes.



In einem zweiten Teil berichtete die Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, Dr. Sabine Riebel, über den Stand der Planungen für das Industriegebiet in der Goldenen Aue. Zunächst sprach die Amtsleiterin über die derzeitigen Funde der Archäologen, die bis Ende dieses Jahres auf den 100 Hektar graben dürfen.


Parallel dazu wird eine Brücke über den Krumbach angehoben, um eine Behelfsbrücke zu errichten. Danach soll das Gelände moduliert werden, so dass künftige Investoren eine ebene Fläche vorfinden. Danach werden Gashochdruckleitungen um verlegt, Trinkwasser wird von Nordhausen aus geliefert, das Abwasser soll in die Nordhäuser Kläranlage abfließen. Die ersten Ansiedlungen von Unternehmen sind jedoch frühestens ab dem Jahr 2014 möglich.


Kritik gab es seitens der Unternehmerschaft am langen Zeitraum, der den Archäologen eingeräumt wurden. Das sei keine Wertschöpfung, sondern Vernichtung von Steuergeldern.


Zum Abschluss des offiziellen Teils des Klubabends wurde der neue Auftritt des Nordhäuser Unternehmerverbandes im Internet vorgestellt. Die bisherige Adresse www.nuv-nordhausen.de bleibt bestehen. Die Website wurde freundlicher und komfortabler gestaltet und enthält durch multimediale Elemente sowie eine angepasste Struktur. Seit dem 25. Juni sind die überarbeiteten Seiten online.

Quelle: nnz-online.de