NUV war auf Tour

Dienstag, 11. Oktober. 2005

Die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes gehen gern mal auf Reisen. Ihre jüngste führte sie zu einem innovativen Standort, an dem sich alles um Müll und regenerative Energien dreht. Die nnz war für Sie mit dabei.

 

Die Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) trafen sich am vergangenen Freitag zu einer Exkursion der besonderen Art. Ihr Ziel war das Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode. Im ersten Teil der Verbandstagung unter dem Motto „Energien der Zukunft – Anwendung Regenerativer Energien in der Region“ besichtigen die Unternehmer sowohl die Fotovoltaikanlage der Nordhäuser Stadtwerke, die mechanische Aufbereitung der Abfälle durch die Firma Remondis als auch die Anlagen zur Biogaserzeugung, der biologischen Restabfallbehandlung und der Sickerwasseraufbereitung auf der Deponie des Landkreis Nordhausen.

 

NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker verwies in diesem Zusammenhang auf die innovativen Investitionen und Technologien, die am Nordhäuser Standort nicht nur Thüringenweit, sondern auch innerhalb Deutschlands den Ton angeben würden. Nach dem Zerfall einstiger Industriebereiche nach der Wende, gebe es in dieser Hinsicht durchaus Lichtblicke.

 

Während der Rundfahrt auf dem weiträumigen Deponiegelände gab es fachliche Erläuterungen durch einen Vertreter der Firma Remondis sowie durch Hans Lill und Arndt Forberger. Der Geschäftsführer der Nordhäuser Stadtwerke lud die Mitglieder des NUV anschließend noch zu weiteren Fachvorträgen in die Räume des kommunalen Unternehmens ein.

Hier referierte zum Beispiel Prof. Viktor Wesselak von der Nordhäuser Fachhochschule über die vielfältigen Aspekte der regenerativen Energieanwendungen. Wesselak betonte, dass dieser Studiengang an der Fachhochschule sich einer immer zunehmenderen Beliebtheit erfreue. Sein interessanter Vortrag machte den Unternehmern aber auch deutlich, dass mit den noch vorhandenen fossilen und radioaktiven Energieträgern schonend umgegangen werden müsse. Um langfristig den Energiebedarf zu decken, seien Forschung und Technologie jedoch auf die nachwachsenden Energiequellen fixiert.

 

Ein zweiter Vortrag ging auf die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung der Sonnenenergie ein. Andreas Schröder, der Prokurist der Erfurter Firma EEpro GmbH, stellte Möglichkeiten des Einsatzes von Fotovoltaikanlagen unter vielfältigen Aspekten vor. EEpro hatte von den Stadtwerken den Auftrag zur Errichtung von Thüringens größter Fotovoltaikanlagen erhalten. Den beiden Vorträgen schloß sich eine rege Diskussion an.

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