NUV vermittelte

Donnerstag, 11. Oktober. 2012

Auf Betreiben und auf Initiative des Vorstandes des Nordhäuser Unternehmerverbandes konnte jetzt der Streit zwischen der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) und einem Unternehmen aus der Region beigelegt werden.

Die Vorständler des NUV führten mehrere Gespräche mit der Geschäftsleitung des Unternehmens und konnten mit ihren Argumenten erreichen, dass das Unternehmen seine Klage gegen die Vergabe eines Loses für die Erschließung des künftigen Industriegebietes in der Goldenen Aue zurücknimmt. Es ist erfreulich, so Vorstandvorsitzender Hans-Jochaim Junker, dass das Unternehmen das selbst seit Jahren Mitglied im Unternehmerverband ist, in Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region die Entscheidung getroffen hat, die Klage zurückzunehmen.

Der Vorstand des NUV wertet die sicherlich nicht einfache Entscheidung des Unternehmers als ein klares Zeichen, dass die Unternehmerschaft Verantwortung für die Region trägt und somit auch dem Beginn der zeitnahen Erschließung nichts mehr im Wege steht.

Zugleich äußert der NUV auch sein Unverständnis gegenüber der LEG, nicht frühzeitig genug den Kontakt zum betroffenen Unternehmer gesucht zu haben, um eine schnelle außergerichtliche Einigung zu erreichen. Die LEG Thüringen als hundertprozentige Tochter des Freistaates mit ihren 242 Mitarbeitern sollte sich als Dienstleiter der Wirtschaft verstehen. “Man hat hin und wieder den Eindruck, es sei umgekehrt”, so das Vorstandsmitglied Niels Neu. Auch das oft vorgetragene Argument “wenn man erstmal der Rechtsweg eingeschlagen wurde, ist keine andere Lösung mehr möglich”, lässt Neu nicht gelten. Es ist immer möglich und sinnvoll, ohne seine Rechtsposition aufzugeben und das laufende Verfahren zu beeinflussen, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Es müssen nur beide Parteien auch wollen und sich mit gegenseitigem Respekt auf Augenhöhe begegnen.