Mitarbeiter sind das "A" und "O"

Montag, 28. April. 2014

Das Interesse an einer Mitgliedschaft im Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) ist weiterhin ungebrochen. Als nunmehr 133. Mitglied konnten die Vorständler Hans-Joachim Junker und Niels Neu die Liebram Elektroenergien GmbH aus Nohra willkommen heißen...

Das Familienunternehmen, 1926 gegründet, hat sich nach der Wende auf Sicherheits- und Gebäudetechnik spezialisiert und bietet seinen Kunden darüber hinaus einen 24-Stunden/7-Tage Störungsdienst an. Thomas Liebram führt gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea die Firma seit 1995, die 16 Frauen und Männern einen attraktiven Arbeitsplatz bietet. 

Statistisch betrachtet, kommen in der Sondershäuser Straße in Nohra 176 Berufsjahre mit der entsprechenden Erfahrung zusammen. “Wir haben seit der Wende immer viel Wert auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses gelegt. Auch wenn es wirtschaftlich mal nicht steil bergauf ging, haben wir jungen Menschen einen Ausbildungsplatz geboten. Das macht sich jetzt - da überall der Fachkräftemangel spürbar ist - für unser Unternehmen positiv bemerkbar”, berichtet Thomas Liebram und verweist auf ein Durchschnittsalter der Mitarbeiterschaft von 38 Jahren. “Nachwuchsarbeit” betreiben die Unternehmer aber auch in der eigenen Familie. Einer der Söhne der Liebrams, Alexander, sammelt derzeit Erfahrungen im Projektgeschäft in China und wird einmal das Familienunternehmen fortführen.

Ein Jugendlicher aus der Region ist derzeit im Unternehmen in einem Ferienjob. In der Tasche hat Sebastian Großmann bereits einen unterschriebenen Lehrvertrag als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik.

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind die Säule des Unternehmens, das sich über Aufträge nicht beklagen kann. Bundesweit hat sich die Qualitätsarbeit des Teams herumgesprochen. Zu den Referenzen gehören neben vielen privaten Kunden in der Region auch solche Unternehmen wie die Poco-Einrichtungsmärkte, die Cinemaxx-Kinos oder Thimm Schertler. Zur Motivation der Mitarbeiter gehört neben dem Arbeitsklima natürlich auch die Entlohnung der Beschäftigten. Eine Diskussion über Mindestlohn erübrigt sich bei der Liebram GmbH.

Haben die Liebrams noch Wünsche? “Na klar, zum Beispiel wünschen wir uns eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands. Es ist nicht nachvollziehbar, was für Büroarbeit notwendig ist, um allein einen Schüler vier Tage innerhalb einer Ferienarbeit zu beschäftigen”, berichtet Andrea Liebram. Auch die Zwangsmitgliedschaft in den Kammern, die aus Sicht der beiden Unternehmer keinen Mehrwert für die Firma schafft, ist solch ein Punkt.

Durch die Mitgliedschaft im Nordhäuser Unternehmerverband, der seit Jahren das Sprachrohr der Wirtschaft im Landkreis Nordhausen ist, versprechen sich Andrea und Thomas Liebram mehr Gehör auch in Richtung der kommunalen Politik. “Noch wird der Stimme der Wirtschaft zu wenig Gehör bei den Politikern geschenkt und allzuleicht werden die Hebesätze der Gewerbesteuer einfach mal erhöht, wenn Geld in den Gemeindekassen fehlt”, sagt Thomas Liebram.

Nicht desto trotz engagiert sich das Unternehmen im sozialen Bereich. Kindergärten werden ebenso unterstützt wie Sportveranstaltungen in Nohra oder der LV Altstadt in Nordhausen.

Opens external link in new windowQuelle: NNZ-Online

von links: Hans-Joachim Junker, Thomas und Andrea Liebram

von links: Hans-Joachim Junker, Thomas und Andrea Liebram