Deutsche Bank legt bei Bestand in Nordhausen um zehn Prozent zu

Donnerstag, 02. Oktober. 2014

Nordhausen. "Wir haben in Nordhausen einen besonderen Umstand: In der Käthe-Kollwitz-Straße wurde am 1. Juli 1990 zur Währungsunion die Filiale der Deutschen Bank eröffnet", blickt Robert Rehberg zurück. Der 31-jährige Bankkaufmann leitet seit März 2012 die Filiale, die heute noch ihren Sitz am selben Standort hat.

Robert Rehberg ist Filialdirektor der Deutschen Bank in Nordhausen. Foto: Hans-Peter Blum Robert Rehberg ist Filialdirektor der Deutschen Bank in Nordhausen. 

Vor dem Zweiten Weltkrieg war bereits die Reichsbank in der Kollwitz-Straße anzutreffen, zu Vorwende-Zeiten hatte die Staatsbank der DDR dort ihren Standort. Von den heute zwölf Mitarbeitern der Bank, die Mitglied im Nordhäuser Unternehmerverband ist, waren acht noch in der Staatsbank beschäftigt. "Diese waren vorwiegend im Reisezahlungsverkehr und der Betreuung von volkseigenen Betrieben tätig", sagt Rehberg.

Heute betreut das Kreditinstitut 8500 Kunden in ihrer Filiale in der Rolandstadt, die auch für Sondershausen und den Kyffhäuserkreis zuständig ist. In der dortigen Kreisstadt befindet sich eine Beratungsagentur, in der vier Kollegen arbeiten.

Positives Marktumfeld in Nordhausen

Das derzeitige Geschäftsvolumen beträgt 167 Millionen Euro. "Der Bestand hat sich positiv entwickelt. So sind die Depot-, Spar- und Kreditvolumen um jeweils zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen", erklärt Rehberg.

Er führt diese Steigerung auf das positive Marktumfeld zurück. "Die Südharzer sind geneigt zu investieren, und das vor allem in Immobilien", verdeutlicht der Filialdirektor. "Eigentlich sind alle recht zufrieden", hat Rehberg beobachtet. Es werde wieder mehr konsumiert, was sich auch in einem steigenden Konsumentenkreditgeschäft bemerkbar mache. Nordhausen sei für die Deutsche Bank ein Standort, der sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt habe. "Hier geht etwas, die Stadt ist top innovativ", sagt Rehberg.

"Das soziale Engagement ist uns sehr wichtig", betont der Bankkaufmann. So unterstütze man beispielsweise einen Abiturball oder habe beim Kauf eines Voltigier-Pferdes für den Reiterhof in Wollersleben geholfen. Beim Rolandsfest 2014 war die Deutsche Bank mit einer Bastelstraße auf dem Petersberg vertreten. "Unser Wunsch ist, dass sich unsere Mitarbeiter auch privat engagieren. Sie können Projekte vorschlagen, die dann entsprechend honoriert werden", erläutert Rehberg.

"Wir haben den Anspruch, mit der Zeit zu gehen, stellen uns auf veränderte Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse ein", fügt er hinzu. Das betreffe vor allem die Neuen Medien und den Internetauftritt der Bank. "Wichtig ist mir, dass wir unsere Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen und sie weiterentwickeln", so Rehberg.

Foto: Hans-Peter Blum