Anfangs einige Bedenken

Mittwoch, 13. Mai. 2015

Irgendwie haben die beiden unternehmerischen Tätigkeitsfelder von Michael Karnstedt mit der Fortbewegung zu tun: Der Nordhäuser ist seit mehr als 20 Jahren als Inhaber einer Fahrschule und eines Reisebüros in der Rolandstadt am Markt. Rund 2.500 Fahrschüler haben bislang erfolgreich eine Prüfung bei ihm abgelegt, die älteste Schülerin war knapp 70 Jahre. Und ja: es gibt auch solche Fahrschüler, die wohl nie die Prüfung schaffen werden.

Seit mehreren Jahren beobachtet Michael Karnstedt die Aktivitäten des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV). “Ehrlich gesagt, als ziemlich kleines Unternehmen in einem Verband mit den Größen der regionalen Wirtschaft - da hatte ich schon so meine Bedenken. Doch wenn auch meine Stimme als Firmeninhaber Gehör in der Politik und der Gesellschaft finden soll, dann nur über einen starken Verband”, begründet Karnstedt den jetzigen Schritt der Antragstellung.

Niels Neu, der Vorstandsvorsitzende des NUV, freut sich auch über die Mitgliedschaft von “kleinen” Unternehmen, “Gerade hier wird doch die Vielfalt der Wirtschaft in der Nordhäuser Region und darüber hinaus deutlich. Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern sind in der immer noch strukturschwachen Region wie unserer eher die Regel denn die Ausnahme: Außerdem können wir im Verband unsere Branchenvielfalt und damit die Attraktivität weiter ausbauen.”

In der Fahrschule sitzt mit Silvio Hofmann ein weiterer Fahrlehrer neben den Schülerinnen und Schülern. Im Reisecenter Karnstedt am Nordhäuser Kornmarkt sind vier Mitarbeiter beschäftigt. Sabine Karnstedt arbeitet  seit 1992 in dem Reisebüro. Weiter im Team ist neben Carolin Volkmann und Christian Jähne auch die junge Kolumbianerin Patricia Vera Illera. Sie kam vor neun Jahren der Liebe wegen aus ihrem Heimatland an den Südharzrand und fühlt sich nicht nur in Nordhausen, sondern auch im Team von Michael Karnstedt sehr wohl.

 

Von links: Christian Jähne, Patricia Vera Illera, Michael Karnstedt und Niels Neu