Ausbildung und Biomethan im Mittelpunkt

Donnerstag, 04. Juni. 2015

Zu einer gemeinsamen Veranstaltung trafen sich am Montagnachmittag Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes im Business and Innovation Centre (BIC) Nordthüringen. Nach einer kurzen Begrüßung durch NUV-Vorstandsvorsitzenden Niels Neu informierte BIC-Geschäftsführer Hans-Georg Müller über die Historie und den aktuellen Stand des BIC. Man sei am Standort Nordhausen zu 80 Prozent ausgelastet und verstehe sich als Instrument der Wirtschaftsförderung, dessen Leistungen den Unternehmen der Region jederzeit zur Verfügung stehen würden.

Danach stellten sich die neuen Mitgliedsunternehmen vor. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Südharz Immobilien GmbH, die KMG-Rehabilitationsklinik in Sülzhayn und Steuerberaterin Ilka Drowe-Burkhardt. Aktuell sind 158 Unternehmen und Einzelpersonen Mitglied im Nordhäuser Unternehmerverband.

Im Anschluss daran informierte Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh über die Situation im Industriegebiet in der Goldenen Aue. Die Akquise für die insgesamt 100 Hektar sei im Gange und die ersten 30 Hektar werden auch auf Immobilienmessen wir die Expo-Real in München beworben. Noch aber gibt es diverse Erschließungsmaßnahmen. Zu konkreten Ansiedlungsinteressen gab der OB keine Auskunft, wofür er um Verständnis bat.

Vom Industriegebiet in der Goldenen Aue zur Situation an den Regelschulen des Landkreises Nordhausen. Carola Böck, die Leiterin der Oberschule in Ellrich, erläuterte diese spezielle Schulform die sich durch eine Berufs- und Wirtschaftsorientiertheit auszeichnet. Frau Böck berichtete auch von einer sich vertiefenden Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft, die sich im gleichnamigen Arbeitskreis dokumentiert. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen standen die verschiedenen Wege und die differenzierten Schulabschlüsse der Thüringer Regelschulen.

Um die Sicherung von Fachkräften in Europäischer Kooperation ging es in den Erläuterungen von Projektleiterin Stephanie Kespohl. Sie und ihr Team des europa Service Nordthüringen kontaktieren bei einem Stellenangebot bis zu 50 Partner im europäischen Ausland. Die Unternehmen, die sich für eine ausländische Fachkraft interessieren, werden vom Europaservice umfassend begleitet. Partner bei diesem Prozess ist unter anderem die Industrie- und Handelskammer.

Ein weiteres Thema des Mitgliedertreffs waren die Möglichkeiten, die das Berufsschulinternat des Horizont-Vereins am Nordhäuser Taschenberg 38 bietet. Geschäftsführer René Kübler informierte nach einer Kurzvorstellung des Unternehmensverbundes Horizont-Lift über die Möglichkeiten, die das Internat für Unternehmen der Region bietet. Es kann mit dazu beitragen, Nordhausen als Berufsschulstandort noch interessanter machen. Davon sollten Ausbildungsunternehmen der Region rege Gebrauch machen, denn die Firmen können so ihre Ausbildungsofferten um einen wesentlichen Faktor erweitern und sich von Mitbewerbern auf dem Ausbildungsmarkt unterscheiden.

Anschließend informierte Rolf Göppel von der Energieversorgung Nordhausen über die Biomethananlage, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft des BIC befindet und die in der vergangenen Woche offiziell ihren Dauerbetrieb aufgenommen hatte. Das Angebot des Unternehmens, die Biomethananlage zu besichtigen, wurden von den Mitgliedern des NUV und des MIT rege in Anspruch genommen.

Zum Schluss bedankte sich der Vorstandsvorsitzende, Herr Niels Neu, im Namen des Verbandes bei der EVN dafür, dass bei der Bauausführung der Biomethananlage viele Mitgliedsunternehmen des NUV beauftragt wurden.