Ungewöhnliches Umfeld

Dienstag, 26. Juli. 2005

Die Clubabende des Nordhäuser Unternehmerverbandes sind mittlerweile zu einer festen Instanz im Leben des NUV geworden. In der vergangenen Woche fand dieser Clubabend in einem außergewöhnlichen Ambiente statt.

 

Mitglieder des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) besuchten in der vergangenen Woche die Kyffhäuser-Kaserne in Bad Frankenhausen. Hintergrund der Stippvisite sind die seit Jahren bestehenden Kontakte zwischen der Bundeswehr und der Wirtschaft der Nordhäuser Region. Die ersten Kontakte waren durch den damaligen Industriellen Stammtisch (IST) mit dem Verbindungskommando 713 der Bundeswehr hergestellt, gepflegt und mit in den NUV eingebracht worden. Und so kam letztlich der aktuelle Besuch durch den Leiter des Verbindungskommandos, Oberstleutnant (OTL) Koblitz, zustande.

 

Die Unternehmer wurden in Bad Frankenhausen durch den dortigen Standort-Ältesten Oberstleutnant Blankenburg begrüßt und wurden danach durch OTL Koblitz sowohl mit den Aufgaben der Bundeswehr als auch mit deren Umgestaltung in ihrem 50. Jahr vertraut gemacht. Koblitz beschrieb vor allem die zurückliegenden 15 Jahre und die Integration von rund 90.000 Soldaten der damaligen NVA.

 

Als Bestandteil der Bundeswehrreform werden in Thüringen zwei Standorte geschlossen, zukünftig werde es im Freistaat noch 8.880 Soldaten geben. Zu den betroffenen Standorten gehört auch das Verbindungskommando 713 in Nordhausen. Gleichzeitig machte OTL Koblitz am Beispiel des Frankenhäuser Standortes deutlich, welchen wirtschaftlichen Faktor ein solcher Standort für die jeweilige Region darstelle.

 

Die Delegation aus der Nordhäuser Region konnte anschließend den modernen Kampfpanzer Leopard 2 A 6 besichtigen. Dem folgte ein Schießen am Simulationsschießstand für Handfeuerwaffen. Der Vorsitzende des NUV, Hans-Joachim Junker, bedankte sich abschließend bei den Gastgebern für die interessanten Informationen. Junker sagte, dass es zwischen der Wirtschaft und der Bundeswehr einige Gemeinsamkeiten aus dem sich ständig verändernden Umfeld gibt. Gestaltung von Veränderungsprozessen für neue Aufgaben und Märkte bei ständigem Kostenduck gilt sowohl für Unternehmen als auch die Bundeswehr. Mit einem Imbiß und vielen individuellen Gesprächen klang der Abend in einem etwas ungewöhnlichen Ambiente aus.

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