Diskussion zum FSV Wacker 90 Nordhausen Stadion: Albert-Kuntz-Sportpark

Donnerstag, 03. März. 2016

Der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes hat sich auf seiner
jüngsten Sitzung unter anderem mit den Vorgängen um den Fußballverein
Wacker 90 Nordhausen beschäftigt. Gemeint ist damit die Diskussion um
die Erweiterung, die Sanierung oder den Neubau eines Stadions an der
Nordhäuser Parkallee.

Aus Sicht des NUV haben der Verein und insbesondere das Präsidium ihre
sportlichen Hausaufgaben sehr gut gemacht, das beweisen die Plätze in
der Tabelle seit dem Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse des
deutschen Fußballs. Die Mitgliedsunternehmen des NUV erkennen den
Fußball immer mehr auch als Plattform, um Werbebotschaften zu
transportieren, denn keine andere Facette des öffentlichen Lebens ist seit
Jahren derart präsent in den überregionalen Medien wie der Nordhäuser
Fußball, ein natürliches Ereignis wie der Erdfall einmal ausgenommen.

Umso unverständlicher ist es für den Vorstand des NUV, dass den
sportlichen Erfolgen nicht die entsprechende Aufmerksamkeit der
kommunalen Politik entgegengebracht werde. Insbesondere ist hier die
Stadt Nordhausen gefragt. Sie ist der Eigentümer des Albert-Kuntz-
Sportparks, dessen Infrastruktur sich in einem bedauerlichen und nicht
mehr hinnehmbaren Zustand befinde. “Wenn in den zurückliegenden
Jahren Mannschaften wie Magdeburg, Jena oder Zwickau nach
Nordhausen kamen, dann mussten die Gäste auf Dixi-Klos ausweichen
und immer noch stapfen die Mitarbeiter des MDR oder anderer Medien
sowie die Präsidien der Gäste-Teams durch Schlamm und riesige Pfützen
zu den Sitzplätzen aus DDR-Zeiten.

Der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes appelliert deshalb
an die Stadtverwaltung und an die agierenden kommunalen Politiker, den
Gesprächsfaden zum Verein nicht abreißen zu lassen und stattdessen in
eine gemeinsame Zukunft zu blicken. Sollte in diesem Jahr ein Haushalt
der Stadtverwaltung beschlossen und genehmigt werden, dann müssen
hier auch Eigenmittel für eine Investition in den AKS eingeplant sein.

Das sei nicht in erster Linie eine Frage des finanziellen Könnens, sondern
des politischen Wollens, auch in Richtung Landeshauptstadt. Zumal diese
Stadion-Investition in großen Teilen von privaten Sponsoren getätigt wird.

Neben dem Theater Nordhausen, das jährlich von der Stadt Nordhausen
knapp 3 Millionen Euro an finanzieller Zuwendung erhält, stellt der
Werbeträger Fußball auch einen sehr wirkungsvollen weichen
Standortfaktor für die Region dar.

Der NUV Vorstand appelliert an die Landtagsabgeordneten der Region in
dieser Angelegenheit parteiübergreifend sich bei der Thüringer
Landesregierung für eine finanzielle Unterstützung stark zu machen. Dies
wäre ein gutes Zeichen für die Region und würde sicher dem Ansehen der
regionalen Politik nicht schaden.