Ulrich Schlegel wird Unternehmer des Jahres

Donnerstag, 17. Dezember. 2015

Nordhäuser Unternehmerverband zeichnete den Dämmstoffhändler auf der Burg Hohnstein aus. Bilanz nach Führungswechsel fällt positiv aus

Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) befindet sich um Umbruch. Ein Jahr ist der agile Niels Neu nun Vorsitzender. Der Generationswechsel scheint gelungen.

Bald werden 180 Betriebe im NUV ihre Interessenvertretung haben. Immer mehr streckt der Vorstand seine Fühler auch in Richtung Sondershausen und Eichsfeld aus. Es ist wohl eine Frage der Zeit, dass aus dem Nordhäuser ein Nordthüringer Unternehmerverband wird.

Es ist kein Zufall, dass die Wirtschaft nach einer stärkeren Interessenvertretung trachtet. Viele Mittelständler fühlen sich von der Kommunal- und Landespolitik nicht mehr gut vertreten. Zuletzt hatte im Stadtrat sogar die Mehrheit der CDU dafür gestimmt, Grund- und Gewerbesteuern stärker zu erhöhen als vom Land gefordert. Das löst zumindest bei denen, die Gewerbesteuer zahlen, Kopfschütteln aus. Offen denken inzwischen einige darüber nach, an jenen Standorten Steuern zu zahlen, wo sie weitere Sitze haben. Und das sind nicht wenige Unternehmen im Südharz.

All dies schwang am Dienstagabend mit beim Jahresabschluss des Verbandes. Auf der Burgruine Hohnstein hatte der NUV-Vorstand diesmal eindecken lassen. Kai Prengel sorgte zum einen mit dem Dudelsack, zum anderen aber mit einer herrlich witzigen Rede für Stimmung. Nur er, nur in dieser Gestalt und Umgebung kann es sich wohl erlauben, die Unternehmerschaft auch einmal auf den Arm t nehmen. Etliche bekamen gar ein mittelalterliches Instrument in die Hand gedrückt. Dabei stellte sich heraus, dass der „Vorsitzende“ Niels Neu sogar Jagdhorn blasen kann.

Dieser hatte zuvor gemeinsam mit Hans-Joachim Junker einen großen Titel vergeben. Ulrich Schlegel wurde Unternehmer des Jahres. Der Dämmstoffhändler aus Nordhausen zeichne sich nicht nur durch sein unternehmerisches Geschick aus, er hafte auch voll für sein Risiko und bringe sich nebenher engagiert in die Gesellschaft ein.

Noch werden im Landkreis mehrere Unternehmer des Jahres von verschiedenen Verbänden gekürt. Das würde Neu gern auf eine Wahl fokussieren und kündigte dazu Gespräche an.

Quelle: Thomas Müller – Thüringer Allgemeine Nordhausen