Nordhäuser Landschaftsarchitekten haben volle Auftragsbücher

Donnerstag, 19. Januar. 2017

Nordhausen. Björn Diener ist in der Rolandstadt ein bekanntes Gesicht. Das liegt an seinem Job als Baumkontrolleur, den er seit 2010 ausübt. "Ich könnte jeden Tag losgehen, so viel Arbeit ist vorhanden", sagt der gebürtige Sachsen-Anhalter, der seit 2000 im Südharz lebt. Er leitet das Büro "Landschaftsarchitektur 21", das seit November 2011 seinen Sitz in der Nordhäuser Käthe-Kollwitz-Straße hat. Insgesamt gibt es fünf Standorte in Deutschland. Neben Nordhausen sind dies Berlin, Köthen, Dresden und Düsseldorf.

"Uns gibt es schon seit 2002. Damals hießen wir noch Büro Löwenzahn", blickt Diener zurück. "Wir können aber mehr als nur Naturschutzplanung, deshalb erfolgte wenig später die Umbenennung", so Diener weiter. Ein zweites Feld sei die sogenannte Objektplanung. "Damit ist die Gestaltung von Freiflächen im Umfeld von Schulen oder von Stadtplätzen gemeint. Wir haben zum Beispiel im Jahr 2003 den Lutherplatz in Nordhausen geplant und gestaltet", nennt er ein Beispiel.

Ein dritter Bereich sind Privatgärten. "Seit 2005 sind wir in diesem Segment tätig und auch erfolgreich", sagt der Architekt. So würden jährlich etwa 30 bis 40 Gärten von Privatkunden konzipiert und gestaltet.

Ergebnisse werden in Gutachten dokumentiert

"Nicht zu vergessen natürlich die Baumkontrolle. Ich werde immer dann gerufen, wenn ein Baum auf Standsicherheit geprüft werden soll oder er eine Gefährdung darstellt. Wir arbeiten viel mit Kommunen oder den Wohnungsbaugesellschaften zusammen. Die Ergebnisse werden in einem Gutachten dokumentiert", so Diener, der seit einigen Jahren Mitglied im Nordthüringer Unternehmerverband (NUV) ist.

Derzeit arbeiten sechs Landschaftsarchitekten in der Käthe Kollwitz-Straße. "Die Auftragslage ist jetzt schon das dritte Jahr in Folge sehr gut, so dass wir unseren Mitarbeiterstamm erweitern wollen", kündigt Diener an. Ein Kollege sei schon gefunden, der ihn bei der Baumkontrolle unterstützen wird. Und ein zweiter soll angestellt werden.

Aktuelle Projekte sind zum Beispiel das Erstellen einer Gehölzkartierung und -bewertung für das Seelano-Projekt am Sundhäuser See oder eine Ausgleichskonzeption und eine Bepflanzungsplanung für das Dreistreif-Gelände am Hüpedenweg. "Dort mussten bei den Abrissarbeiten der Kaffeerösterei 56 Bäume weichen. Wir suchen nach geeigneten Standorten im Stadtgebiet, was nicht immer einfach ist", sagt der Architekt.

Hans-Peter Blum / 19.01.17

Quelle: TA Nordhausen, 19.01.2017

Landschaftsarchitekt Björn Diener aus Nordhausen ist im Nordhäuser Stadtgebiet oft als Baumkontrolleur unterwegs. Sein Büro "Landschaftsarchitektur 21" residiert seit November 2011 in der Käthe-Kollwitz-Straße.Foto: Hans-Peter Blum