Frust bei Unternehmen

Mittwoch, 27. April. 2005

Die Stadtverwaltung Nordhausen ließ in den zurückliegenden Wochen mehrfach verlauten, daß man den Hebesatz für die Gewerbesteuer nicht erhöhen werde. Doch eine andere Erhöhung wurde nicht erwähnt.

 

Letztlich war die Beibehaltung der Gewerbesteuer auch so mit der Haushaltssatzung beschlossen worden. Dieser Schritt wird vom Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) ausdrücklich begrüßt. Um so unverständlicher ist jetzt die Tatsache, daß für die Unternehmen mit Sitz in Nordhausen und den Ortsteilen die Hebesätze der Grundsteuer zum Teil sehr drastisch angehoben werden. Bei der Grundsteuer A, das betrifft die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, auf 330 Prozent, bei der Grundsteuer B für die Grundstücke auf 360 Prozent.

 

Das bedeutet für die Unternehmen der Region eine zusätzliche Belastung, die einige von ihnen fast nicht mehr verkraften können. Anstatt alle Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung auszuloten, geht man mit dem neuen beschlossenen Haushalt einen kontraproduktiven Weg. Der NUV-Vorstand fordert die Stadtverwaltung, aber auch alle Fraktionen des Stadtrates auf, die Haushaltssatzung in punkto der Gemeindesteuern zu korrigieren.

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