Mehr Kraft aus dem Südharz

Donnerstag, 31. August. 2017

Nordhausen. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis wird neu aufgestellt. Gestern präsentierte der Nordthüringer Unternehmerverband (NUV) die 33-jährige Claudia Rheinländer als künftige Koordinatorin. Der NUV selbst zahlt ihre Stelle.

Außerdem hat das Landratsamt von nun an einen Beauftragten. Maximilian Schröter (20) wird aus einem Topf des Landes bezahlt, den der Landkreis ge-genfinanziert. Zusammen mit dem Kyffhäuser- und Unstrut-Hainich-Kreis ist der Norden die erste Region, die ein sogenanntes Regionalmanagement zugestanden bekommt. Insgesamt vier Personen werden sich darin um Projekte kümmern, die den Unternehmen nützen, die Fachkräfte anziehen und den Arbeitsmarkt beleben. Das lässt sich der Freistaat über drei Jahre hinweg gut 600 000 Euro kosten.

Aus einem sogenannten Regionalbudget – 300 000 Euro im Jahr – sollen diese Vorhaben finanziert werden. Auch Infrastruktur kann, wenn sie den genannten Zielen dient, gefördert werden.

„Uns ist es wichtig, nicht nur zu kritisieren, sondern auch selbst die Wirtschaftsförderung zu beleben“, sagt NUV-Chef Niels Neu. Deshalb habe man die Koordinatorin eingesetzt. Sie verstehe sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz für die staatlichen Bemühungen, sondern als Ergänzung.

Die Verquickung unternehmerischer und staatlicher Initiative hält Landrat Matthias Jendricke (SPD) für „vorteilhaft“. Erste Projekte sollen nun entwickelt werden.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine vom  31.08.2017
Thomas Müller

Claudia Rheinländer arbeitet für den NUV.Foto: T. Müller

Claudia Rheinländer arbeitet für den NUV.Foto: T. Müller