Regionale Wirtschaft stärken

Donnerstag, 16. November. 2017

Nordhausen. Das erste landkreisübergreifende Regionalmanagement der neuen Förderperiode in Thüringen, das eine Kooperation des Unstrut-Hainich-Kreises, des Landkreises Nordhausen und des Kyffhäuserkreises ist, nimmt Fahrt auf, teilt Christoph Hörold, Projektleiter Regionalmanagement Nordthüringen, mit.

Die Landkreise Unstrut-Hainich, Nordhausen und der Kyffhäuser haben die Möglichkeit, mit dem Instrument „Regionalmanagement“ ihre Kräfte zu bündeln und effektiver zusammenzuarbeiten. Die Förderung und Vernetzung von Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik sowie regionale und überregionale Kooperationen und Netzwerke bringen die Akteure zusammen. Dieses auf drei Jahre ausgerichtete Projekt verfolge den Zweck, in einzelnen Handlungsfeldern die regionale Wirtschaftsstruktur in Nordthüringen zu verbessern und zu stärken.

Durch die enge Verzahnung von Abstimmungsprozessen sollen Synergien zwischen den Landkreisen erzielt werden. Eine Projektverlängerung auf neun Jahre wurde dem Regionalmanagement durch den Fördermittelgeber in Aussicht gestellt.

Die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind (SPD), der Landrat aus dem Unstrut-Hainich Kreis Harald Zanker (SPD) und der Landrat aus dem Kreis Nordhausen, Matthias Jendricke (SPD), bilden in diesem Projekt die Lenkungsgruppe, dessen Vorsitz jährlich wechselt. Hintergrund der Gruppe ist es, neue Projekte und Ideen für Nordthüringen zu entwickeln und zu beschließen. Ein gewählter Beirat aus Interessensvertretern von Verbänden, Kammern, Wirtschaft, Städten und Kommunen sowie Kreditinstituten steht den Landräten beratend zur Seite.

Harald Zanker lud als amtierender Vorsitzender des Regionalmanagements Nordthüringen am vergangenen Montag die neuen Beiratsmitglieder ins Landratsamt des Kyffhäuserkreises nach Sondershausen zur konstituierenden Beiratssitzung ein. Dort wurden erste Ideen und Ansätze zur Stärkung der regionalen Wirtschaft durch das Projektteam vorgestellt.

So sollen beispielsweise Unternehmen aus dem Bereich Elektronik und Automatisierungstechnik in ihrer Vernetzungsarbeit aktiv unterstützt werden. Sensibilisierung von Kleinunternehmen und Handwerksbetrieben zum Thema Digitalisierung und Mitarbeitergewinnung wurden ebenso diskutiert wie eine Technologieplattform für Unternehmen in der Region.

Einig ist man sich auch darüber, das Regionalmarketing zu intensivieren, um Nordthüringen stärker als lebenswerte Region und Standort für potenzielle Investoren zu präsentieren. Das Regionalbudget zur Finanzierung dieser Projekte beläuft sich aktuell auf 1 125 000 Euro für drei Jahre.

Quelle: Thüringer Allgemeine Nordhausen