Statement abgegeben

Freitag, 25. Februar. 2005

Nordhausen (nnz). In den zurückliegenden Tagen ist wieder verstärkt über die Planungen für das Industriegebiet in der Goldenen Aue diskutiert worden. Vertreter des Nordhäuser Unternehmer Verbandes haben sich die Unterlagen angesehen und ein Statement abgegeben.

 

„Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) befürwortet den Entwurf des Bebauungsplanes zum Industriegebiet in der Goldenen Aue. Gerade deshalb, weil eine weitgehende Berücksichtigung der durch Einzelpersonen oder Gruppen und Verbänden vorgebrachten Bedenken und Einwände erfolgt ist, müsse nun das Vorhaben beschleunigt umgesetzt werden.“

 

So lautet das Fazit, das der Wirtschaftsverband aus der Stellungnahme des Sachverständigenausschusses der Wirtschaft Nordhausen zum Entwurf des Bebauungsplanes zieht. Vertreter des Ausschusses hatten sich in den zurückliegenden Wochen eingehend mit den Planungsdokumenten vertraut gemacht. Die positive Einschätzung trägt sich in erster Linie aus den Erfordernissen zur Schaffung von Industrie-Arbeitsplätzen im Landkreis Nordhausen. Das wird in der Stellungnahme ausführlich und fachlich begründet.

 

Und so begrüßen die Wirtschaftsvertreter unter anderem die vom Planungsverband getroffene Auswahl des Gebietes. Dieser Auswahl – und davon konnte sich der Sachverständigenausschuss überzeugen – gingen umfangreiche Untersuchungen und Analysen von alternativen Standorten voraus. Letztlich aber kommen die Fachleute aus der Wirtschaft zu der Erkenntnis: „Für den Standort Goldene Aue gibt es weder sachlich begründete noch zeitlich zu akzeptierende Alternativen!“.

 

Als sachlich richtig, umfassend und sehr ausführlich werden die im Entwurf des Planes vorgenommenen Untersuchungen und Bewertungen der immissionsschutzrechtlichen Belange angesehen. Die Sachverständigen verweisen noch einmal in ihrer Stellungnahme darauf, daß die Feinabstimmungen erst mit den konkreten Genehmigungsverfahren und auf der Grundlage konkreter Nutzungsabsichten vorgenommen werden können. Auch die Einbeziehung des Krummbaches in die Planung wird unterstützt.

 

Abschließend spricht sich der Nordhäuser Unternehmer Verband für eine zügige Weiterbearbeitung der Planungen aus. Die im Verband vertretenen Unternehmen werden die zuständigen Behörden, aber auch die Landes- sowie die regionale Politik weiter mit allen Kräften unterstützen, damit auf den 100 Hektar entlang der A 38 schnellstens Arbeitsplätze geschaffen werden können. Sollte dies nicht gelingen, auch darauf weist die Wirtschaft hin, wird eine der letzten Chancen vertan werden, in der Nordhäuser Region einen Wachstumskern zu etablieren, von dem letztlich entscheidende Impulse für das weitere wirtschaftliche Wachstum ausgehen werden. Abschließend meinen die Sachverständigen: „Die Planungen müssen nun schleunigst umgesetzt werden, um solche Entwicklungen wie in Sömmerda, Kölleda und Arnstadt (Ansiedlung großer Unternehmen), die sehr schmerzlich an Nordhausen vorbeigegangen sind, zukünftig von vornherein auszuschließen!“

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