Gut gerüstet für 2005

Dienstag, 21. Dezember. 2004

Die nnz hatte bereits gestern über den Jahresausklang des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) berichtet. Da wurde natürlich nicht nur „gefeiert“, sondern zuvor wurde gearbeitet. Einen Vorstand galt es zu wählen. 

Seit der Gründung des Unternehmerverbandes Mitte dieses Jahres arbeitete ein Interims-Vorstand mit 14 Mitgliedern. Das waren die Vorständler der Wirtschaftsverbandes und des Industriellen Stammtisches. Gestern nun war der neue Vorstand des NUV gewählt worden. Dessen Vorsitzender ist Hans-Joachim Junker, der Geschäftsführer der Nordbrand Nordhausen GmbH. Zu seinem Stellvertreter wählten die Vereinsmitglieder Roland Handrek, um die Finanzen des Vereins wird sich ab sofort Klaus Vincenz als Schatzmeister kümmern. Die organisatorischen Fäden wird Wolfgang Dornemann als Sekretär in der Hand haben.  

Hans-Joachim Junker verwies in seinem Statement vor allem auf die künftigen Aufgaben des Verbandes. So will sich der Nordhäuser Unternehmenverband klar und deutlich als ein Spitzenverband in Nordthüringen positionieren. Intern wird der Verband natürlich eine Heimat für Unternehmer und interessierte Personen werden und sich als Streiter für die Wirtschaftsinteressen innerhalb und außerhalb der Region etablieren müssen. Besetzt werden sollen zugleich alle Themenfelder rund um die Wirtschaft. Für den neuen Vorstand zählen dazu Kultur und Wissenschaft ebenso wie Umweltschutz und Sport oder die kommunale Politik. Gerade bei Letzterem sollen die Kontakte und Dialoge auf Landes-, Landkreis- und Stadtebene weiter ausgebaut werden.  

Klar positionierten sich gestern die Mitglieder des NUV zum Industriegebiet in der Goldenen Aue. Nur im Vorhalten einer Fläche in dieser Dimension könne es möglich sein, größere Investoren aus dem produzierenden Bereich in die Region zu holen. Neue Unternehmen, die sich in der Region ansiedeln, wollen die angestammten Unternehmen unterstützen und – wenn das Interesse besteht – in den Verband integrieren. 

Letztlich soll es auch im Verbandsleben einen qualitativen Sprung geben. Angedacht sind ein Senioren- und ein Juniorenbeirat, sind vor allem neue Mitstreiter, sprich: neue Mitglieder. Und so hat Hans-Joachim Junker denn auch schon eine festes Ziel im Auge: Im kommenden Jahr soll die Zahl der Mitglieder auf 100 steigen.  

Diese Ziele findet auch Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) in Ordnung und begrüßte gestern ausdrücklich die Bildung des Verbandes als ein gemeinsames Sprachrohr der Wirtschaft. Hier würde der Landkreis Nordhausen eine Vorreiterrolle in Thüringen einnehmen, so Reinholz, der mit seinem Ministerkollegen Dr. Klaus Zeh an der Veranstaltung teilnahm. Und weil selbst ein Minister „ein irdischer Mensch“ ist, wie es Junker formulierte, wird auch er jedes Jahr ein Lebensjahr älter. In der vergangenen Woche erreichte Reinholz sein 50. und dafür gab es nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch viel Beifall aus der Runde.

nnz-online.de