Vorgestellt

Freitag, 17. Februar. 2006

Seit mehr als einem Jahr wird im Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) intensiv am Entwurf eines Strategiepapiers gearbeitet. Heute sollte das Dokument eigentlich gemeinsam mit dem Landrat und der Oberbürgermeisterin unterzeichnet werden. Sollte...

 

Wie die nnz erfuhr sehen sich zu diesem Zeitpunkt weder Barbara Rinke (SPD) noch Joachim Claus (CDU) in der Lage, ihre Unterschrift unter das Papier zu setzen. Beide sehen noch Abstimmungsbedarf mit ihren jeweiligen Gremien, dem Kreistag und dem Stadtrat. Auch seien noch Beratungen in den Ausschüssen notwendig. Trotzdem zeigten Vertreter des Unternehmerverbandes heute in Anwesenheit von kommunalen Politikern auf, was die Motive, die Inhalte und die Ableitungen der bisherigen Arbeit waren und sind.

 

Vieles habe sich in der Nordhäuser Region in den vergangenen Jahren positiv verändert. Das sei bei den weichen Standortfaktoren ebenso zu spüren wie bei der Infrastruktur. Hingegen sei die Wirtschaftskraft da nicht mitgekommen, führte NUV-Chef Hans-Joachim Junker in seinem einleitenden Statement aus. Deshalb sei es Zeit für ein gemeinsames Handeln und für ein Konzept, dessen Entstehung erläutert wurde. Gleichermaßen wurden die Umrisse dieses Handlungskonzeptes dargestellt, dass in seinem acht Punkten vom Industriegebiet in der Goldenen Aue bis zum Tourismus im Südharz reicht.

 

Als eine gute Sache bezeichnete der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Matthias Jendricke das Papier, vor allem in der Formulierung der Nordhäuser Region als ein geschlossenes Ganzes. Ihm komme es aber noch mehr auf die Vernetzung der Regionen an, auch über Ländergrenzen hinweg. Gisela Hartmann (Bündnis90/Grüne) forderte eine Podiumsdiskussion, damit auch alternative Standpunkte diskutiert werden können.

 

Für Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sei jetzt ein Zeitpunkt erreicht, wo es darauf ankomme, die einzelnen Gremien oder Arbeitsgruppen mit Leben zu erfüllen. Wichtig sei für sie die Einbeziehung des Regionalmanagements sowie des BIC in den nun beginnenden Prozeß.

 

Und in der Tat, einige Organigramme für die Umsetzung des Strategiepapiers erinnerten den Betrachter an bestehende Strukturen des Regionalmanagements, zum Beispiel die Zusammensetzung der Lenkungsgruppe. Das Papier sollte vielleicht, so die bescheidene Meinung des Betachters noch einmal überarbeitet werden. Nicht alles scheint umsetzbar, wie zum Beispiel die „Ausräumung von Planungshindernissen und die beschleunigte Aufnahme der Projekte wie den weiteren Ausbau der Bundesstraßen 4 und 243.“

 

Viel Zeit ist bis zum heutigen Tage vergangen, jetzt müssen die Akteure weitermachen. Und der rote Faden von Kooperation und Zusammenarbeit sollte dann nicht mehr nur gefordert, sondern auch in die Tat umgesetzt werden.

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