Nun wird Entwickelt

Freitag, 10. Februar. 2006

Im Nordhäuser Rathaus sind in den vergangenen Jahren sicher schon viele wichtige Dokumente unterzeichnet worden. Das heute unterschriebene Papier sollte Auswirkungen auch auf künftige Generationen haben. Die nnz war für Sie dabei.

Rund acht Jahre brauchten die Akteure bis zum heutigen Tag. Nach dem das Baurecht für das 100 Hektar große Industriegebiet in der Goldenen Aue (mit Auflagen) Ende vergangenen Jahres hergestellt worden war, ist vor einer Stunde der Entwicklungsvertrag für die Fläche mit der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) unterzeichnet worden. Ihre Unterschrift unter das Papier setzten LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, Planungsverbandsvorsitzender Wolfgang Heim und die Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD).

 

 Rinke erinnerte in ihren einleitenden Worten noch einmal an die Geschichte dieses Areals, an die Hürden und Schwierigkeiten und würdigte daraus ableitend die stets gute Zusammenarbeit zwischen den Kommunen des Planungsverbandes und der LEG. Barbara Rinke nannte aber auch andere Partner wie die Kreisverwaltung, das Regionalmanagement sowie den Nordhäuser Unternehmerverband (NUV).

 

Andreas Krey verwies seinerseits auf die landesstrukturelle Bedeutung des Gebietes in Nordthüringen. Es wurde richtigerweise am einzigen Ballungszentrum der A 38 in Thüringen, in der Nähe von Nordhausen angesiedelt. Nicht mehr als 20 Millionen Euro darf die Erschließung der 100 Hektar kosten, schließlich müsse am Ende ein Quadratmeterpreis unterhalb der zehn Euro herauskommen. Auch Nordthüringen lebe im Wettbewerb mit anderen Regionen und die Preise werden am Markt gemacht. In diesem Fall am Markt der Investoren, die ab dem kommenden Jahr für die ersten 53 Hektar interessiert werden sollen. Die restliche Fläche ist erst einmal noch vom Hochwasser des Krummbaches bedroht und muß explizit entwickelt werden.

 

Bislang haben die Kommunen des Planungsverbandes 450.000 Euro in die Planung investiert, ein Großteil davon waren Fördermittel. Und trotz einer 90prozentigen Förderung der Erschließung werden Nordhausen und die Aue-Gemeinden zusammen noch weitere stolze zwei Millionen Euro berappen müssen.

 

Andreas Krey hofft indes, dass das Areal an der A 38 im Jahr 2007 angebotsfähig gemacht werden kann. Dazu gehört auch der Erwerb der entsprechenden Grundstücke. Der kann sich als überaus schwierig erweisen, da einige Filetstücke so genannten Hardlinern gehören, die auf keinen Fall verkaufen wollen. Doch auch hier zeigt sich der LEG-Chef optimistisch, sein Unternehmen verfüge über ein gutes Instrumentarium an Möglichkeiten, um letztlich doch Eigentümer der 100 Hektar werden zu können.

 

Aber, und das betonte Verbandsvorsitzender Heim, das Vorhaben bedürfe auch weiterhin einer breiten Unterstützung. Die sagte zum Beispiel Hans-Joachim Junker im Namen des NUV-Vorstandes zu. Der Verband hatte die Planungsarbeiten seit Jahren mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt und wird sich auch weiterhin entsprechend einbringen.

 

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