Für Jeden Etwas

Dienstag, 16. November. 2004

Thema und Zielstellung des gestrigen „Baustofftages“ des Nordhäuser Unternehmerverbandes e.V. war vorgegeben. Was die Teilnehmer in den Vorträgen zu hören bekamen war facetten- und aufschlussreich und lässt als vorgesehene Plattform von Wissens- und Ideenaustausch der Branchen für die Zukunft noch viel erwarten.  

Der Hinweis auf Thema und Zielstellung scheint deshalb bedeutungsvoll, weil die thematische Abarbeitung zwar immer innerhalb dieser Grenzen blieb, aber trotzdem auf Politik, Verwaltung und Wirtschaft Bezug nahm und ausstrahlte. In Sachbezogenheit und Niveau war diese Veranstaltung nicht nur eine Empfehlung des Kooperationsverbunds Baustoffe innerhalb des veranstaltenden Nordhäuser Unternehmerverbandes, sondern auch für die Fachhochschule, in deren großem Hörsaal die Veranstaltung stattfand und deren künftiges Kompetenzzentrum in einem eigenen Vortrag vorgestellt wurde.  

Man war nach dem offiziellen Zusammenschluss der beiden Nordhäuser Wirtschaftsverbände im August gespannt, in welcher Art und Weise er als Nordhäuser Unternehmerverband nun in Erscheinung treten würde. Dieser „Baustofftag“ ist sicher eine erste Antwort darauf. Und sie ist beeindruckend und vielversprechend.  

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: Es ist die Antwort aus einem Teilbereich dieses Verbandes, die unverkennbar die Handschrift Horst Hucks trägt, dem Sprecher des Kooperationsverbunds Baustoffe, der damit einmal mehr erkennen lässt, was die Initiative eines Einzelnen bewirken kann, wenn diese erkennbar im Dienste der Sache und der Aufgabe steht. Die Antwort kam aber auch von Dr. Norbert Meinert, einem der Geschäftsführer der Hydrogeologie, dessen Engagement und Kompetenz man aus früheren Veranstaltungen kennt. Beide überzeugen als Vertreter von Wirtschaftsverband und Kooperationsverbund.  

Hier spätestens muss als Erklärung dieser lobenden Ausführungen daran erinnert werden, dass es schon einmal einen deutlich erkennbaren Trend des vormaligen Wirtschaftsverbandes zu Naturvorkommen für Baustoffe, deren Abbau, Gewinnung und Vertrieb gab. Der allerdings in einer Weise vorangetrieben wurde, der zu erheblichen Vorbehalten und Widerständen aus Kreisen der Naturschützer und grünen Politiker führte. Das gestern gebotene Programm lässt demgegenüber erkennen, dass zwar die Zielsetzung, also der Abbau und Verarbeitung von Naturvorkommen an Rohstoffen für die Bauwirtschaft grundsätzlich gleich – weil einfach notwendig – geblieben ist, aber doch in dem erkennbaren Bestreben, diesen Abbau umweltschonend und –verträglich vorzunehmen und der anschließenden Renaturierung den gebührenden Platz einzuräumen. Wenn letzteres in dieser Veranstaltung auch noch nicht in der Klarheit dargestellt wurde wie das wohl von Umweltschützern erwartet wird.  

Das Vortragsprogramm der gestrigen Veranstaltung war also ganz auf Baustoffe, die diesbezügliche Natur-Infrastruktur mit den daraus abzuleitenden Chancen und Möglichkeiten, dem Rohstoffschutz im Rahmen der Landesplanung bis einschließlich ihrer Verwendung in der Wirtschaft zugeschnitten. Dass dabei die Verkehrsinfrastruktur, die Fort- und Weiterführung des Baues von Autobahnen, deren Zubringer, Ortsumgehungen und Untertunnelungen unter besonderer Berücksichtigung der Region Nordthüringen in einem der Vorträge Berücksichtigung fand, war vorgesehen. Dass demgegenüber aber auch eine Vorlesung über Baustoffe als Schüttgut mit vielen Details, Formeln und sonstigen Spezifikas angeboten wurde. veranschaulicht die Breite des Themenkomplexes Baustoffe bis zu deren Einsatz in der Praxis. 

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Thüringer Wirtschaftsministers Jürgen Reinholz (CDU), der nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Horst Huck seine Grußworte überbrachte. Über den eigentlichen Verlauf der Veranstaltung wird nnz noch berichten.