Wanted: Jede Menge Fachkräfte

Mittwoch, 28. Februar. 2018

Das Problem des Fachkräftemangels stand am späten Nachmittag im Mittelpunkt den NUV-Mitgliedertreffs. Aber wurde auch eine Lösung gefunden. Wir waren neugierig…

Das Problem ist branchenübergreifend, das wurde auch an der Resonanz der Mitglieder des Nordthüringer Unternehmerverbandes deutlich. Und das machte NUV-Vorstandsvorsitzender Niels Neu schon bei seiner Begrüßung deutlich. Besonders begrüßt wurden Oberbürgermeister Kai Buchmann und der neue Qualitätsmanager für den Südharzer Tourismus, Thomas Knorr.

Neu konstatiert für das Zerschlagen des gordischen Knotens eine Vielzahl von Instanzen, Behörden, Verbänden und Institutionen. Das sei für die Unternehmerschaft eher kontraproduktiv, sie wünscht sich eher einen Ansprechpartner oder sinnhafte Vernetzungen. Oder es gibt die eigene Initiative, wie es die Geschäftsführerin der Neanderklinik Harzwald, Martina Röder, berichtete.

Diese Idee nahm die Thüringer IHK in Erfurt und installierte im ukrainischen Lemberg ein Sprachprojekt, denn letztlich sei das Beherrschen der deutschen Sprache das Kriterium für die Aufnahme eines Berufes in Deutschland.

Eine Vertreterin der Nordhäuser Arbeitsagentur wies darauf hin, dass auch in Deutschland noch ein Potential zum Akquirieren von einheimischen Arbeitskräften vorhanden sei. Nur müssen diese Frauen und Männer für den aktuellen Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Nur das Setzen auf ausländische Arbeitskräfte sei zu „kurz“ gedacht.

Nach all den Vorstellungen der Möglichkeiten, sollten die Mitglieder des NUV diskutieren. So warb eine Vertreterin einer Zeitarbeitsfirma für die probeweise Einstellung von Mitarbeitern. Das sei mit einem relativ geringen Risiko verbunden, so die Dame der Geat, die auch in Nordhausen eine Niederlassung hat.

Ein Unternehmer aus der Baubranche könnte zwei ehemalige Arbeitnehmer wieder zurück aus der Schweiz zurückholen. Er fragte den Vertreter des Unternehmerservice, welche Unterstützung es denn gebe? Die Antwort, da müssen sie die Landesregierung fragen, ein Begrüßungsgeld gebe es nicht. Darüber hinaus sei es unverständlich, dass Landesbehörden multimedial mit Jobangeboten werben würden, die letztlich auch von Steuergeldern der Unternehmerschaft bezahlt und – mit attraktiven Konditionen versehen - der Wirtschaft fehlen würden. Beispiel dafür sei das Werben für eine Laufbahn in den Finanzämtern des Freistaates.

Peter-Stefan Greiner

Quelle: www.nnz-online.de

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