Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen als Mitglied im Verband begrüßt

Montag, 24. September. 2018

Es war im Herbst 1991, da wurde - vor nunmehr 27 Jahren - die Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH gegründet. Erster Betriebsort war ein Gebäude in der Bruno-Kunze-Straße, der Fokus der Aufgaben lag in der Beschäftigung von arbeitslosen Frauen und Männern auf dem zweiten Arbeitsmarkt. In den Folgejahren kamen dann die ersten Geschäftsfelder im marktwirtschaftlichen Bereich hinzu, wie zum Beispiel die Unterhaltung der Kreisstraßen und im Jahr 2009 die Übernahme von Reinigungsleistungen in der Kernverwaltung des Landkreises. Im Jahr 2001 wurde die Betreibung der Schwimmhalle in Sollstedt übernommen.

Ein Meilenstein war schließlich das Jahr 2012. Birgit Keller, die damalige Landrätin, schaffte als Gesellschafterin die Voraussetzungen für den Einstieg in die Reinigung der Schulen, die sich in der Trägerschaft des Landkreises Nordhausen befanden. Damit stieg auch die Zahl der MitarbeiterInnen von 40 rasant auf rund 100 an.

Die erste Investition, die von der Service Gesellschaft übernommen und realisiert wurde, war der Bau der Mehrzweckhalle in Ellrich im Jahr 2013 mit einem Volumen von rund 2,7 Millionen Euro. Auf 20 Millionen Euro hingegen beläuft sich der in Angriff genommene Umbau/Sanierung des Nordhäuser Humboldt-Gymnasiums. Wie Geschäftsführer Gunnar Reuter bei einem gemeinsamen Termin mit dem Vorstand des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) in der vergangenen Woche in Wolkramshausen sagte, werde in dieser Woche die Vergabe für die Abrissarbeiten des alten Gebäudes in der Blasiistraße auf den Weg gebracht.

Mit der Weiterentwicklung der “Service-Gesellschaft” ging natürlich auch das von ihr ausgelöste Auftragsvolumen beständig nach oben. “Für unser Unternehmen steht bei der Auftragsvergabe, aber auch im Einkauf die mögliche Beibehaltung regionaler Kreisläufe im Mittelpunkt. In die Region hinein vergeben wurden pro Jahr Aufträge für Reparaturen an Schulen in Höhe von rund 300.000 Euro, allein im vergangenen Jahr lag die Summe der Material- und Fremdleistungseinkäufe insgesamt bei 725.000 Euro”, bilanziert Geschäftsführer Gunnar Reuter und verweist auf eine weitere Zahl: Von 2017 bis 2020 wird das kommunale Unternehmen rund 24 Millionen Euro investieren. Dazu gehören neben dem Humboldt-Gymnasium auch der Bau eines Kat-Schutz-Lagers oder der Umbau des Albert-Kuntz-Sportparks. In diesem Jahr werden die nunmehr 150 Frauen und Männer einen Umsatz von 5,1 Millionen Euro erwirtschaften.

 

Die Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen hat sich im wirtschaftlichen Gefüge der Region etabliert und will durch die Mitgliedschaft im Nordthüringer Unternehmerverband natürlich auch die Möglichkeiten dieses immer größer werdenden Netzwerkes nutzen, will gleichzeitig aber auch Netzwerkpartner sein, der Erfahrungen weitergeben kann.

Für NUV-Vorstandschef Niels Neu soll mit der Aufnahme der Unternehmerverband weiter gestärkt werden, Netzwerke mit den Mitgliedsunternehmen erweitert werden und unter anderem dokumentiert werden, dass eine Region an Stärke gewinnen kann, wenn die wirtschaftlichen Akteure gemeinsam agieren. Davon profitieren die Menschen und davon profitiert die Region. Neu verbindet dies mit dem Wunsch, dass dieses Ziel auch von den politischen Akteuren genauso gesehen wird.

Betriebsleiter Michael Mohr, Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Ehrhold und Geschäftsführer Gunnar Reuter (alle Service Gesellschaft des Landkreises Nordhausen mbH) im Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern des Nordthüringer Unternehmerverbandes Dr. Dirk Vetter, Niels Neu und Thomas Seeber