Sieben Millionen Euro für Sportpark-Sanierung in Nordhausen

Dienstag, 18. Dezember. 2018

Torsten Meyer von MTM Plastics wird als Unternehmer des Jahres durch den Nordthüringer Unternehmerverband geehrt.

 

Nordhausen. Für Wacker Nordhausen, die Stadt und den Landkreis war am Montag schon Weihnachten: Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) überbrachte einen Fördermittelbescheid über 7.005.600 Euro für die Sanierung des Albert-Kuntz-Sportparks (AKS). Als Podium wählte die Erfurter Ministerin die Weihnachtsfeier des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV).

Keller blickte zurück auf 2015, als Wacker-Präsident Nico Kleofas nach Erfurt zu ihr kam. „Am Rande des Plenums sagte er mir, wir müssten die Sanierung des Sportparks schnell hinbekommen. Aber am wichtigsten war sein Satz: ,Es geht auch um den Nachwuchs und den Breitensport, nämlich 300 Kinder, die dort trainieren‘“, erinnerte sie sich. „Da haben wir angebissen.“ Es sei nur schwierig gewesen, das Geld in den Haushalt einzustellen. Denn unter die Großprojekte für 2019 sei die AKS-Sanierung nicht gefallen. Doch Keller konnte die zuständigen Gremien von der Wichtigkeit des Projektes für die Region überzeugen. „Jetzt fehlt nur noch der Aufstieg des Wacker-Regionalliga-Teams.“

„ Wenn es um die Region geht, dann ist Birgit Keller eine verlässliche Ansprechpartnerin“, lobte NUV-Chef Niels Neu die Ministerin. „Der Tag macht mich glücklich. Vor allem, weil es hier um Verlässlichkeit geht“, betonte Landrat Matthias Jendricke (SPD). Dieser lobte auch Nico Kleofas für dessen Beharrlichkeit und den Nordhäuser Stadtrat für die Entscheidung, den AKS an den Landkreis zu übertragen. „Die Service-Gesellschaft darf bauen“, war seine wichtige Botschaft.

Niels Neu hielt einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr, in dem vier Schwerpunkte im Mittelpunkt gestanden hätten. Er nannte die Themen Fachkräftesicherung, das kontrovers diskutierte Thema Biosphärenreservat, die Digitalisierung und natürlich die drei Großprojekte AKS-Sanierung, Bau der Feuerwache und Theatersanierung, die in Nordhausen angeschoben worden seien. „Es fließen viele Fördermittel nach Nordhausen, das ist eine riesige Chance für die Region“, betonte er. Das sei nicht selbstverständlich, denn es gebe einen großen Verteilungswettkampf in Thüringen.

Quasi als Höhepunkt des Abends folgte die Ehrung des Unternehmers des Jahres 2018. „Die Entscheidung ist uns dieses Jahr sehr schwer gefallen, denn wir hatten drei gleichwertige Unternehmen in der Endauswahl, gab Neu zu bedenken. Die Wahl fiel auf Torsten Meyer, den Geschäftsführer der Firma MTM Plastics in Niedergebra.

Neu schilderte den Werdegang des Unternehmens, das 1994 als Recyclingcenter Niedergebra gegründet worden war. Später wurde es von der Firma Purus übernommen. „Es wurde investiert, es gab aber auch Probleme“, blickte Neu zurück. 2003 habe Torsten Meyer die Firma als Geschäftsführer übernommen und spaltete sie von Purus ab. Er gründete daraufhin die MTM Plastics GmbH. „Doch der politische Druck nahm vor einigen Jahren zu. Man musste sich am Markt behaupten“, so Neu. Im Juni 2016 ist Borealis AG eingestiegen – ein Weltkonzern mit knapp acht Milliarden Euro Jahresumsatz. Dieser investierte kräftig, in diesem Jahr allein 15 Millionen Euro. „Ich nehme den Preis stellvertretend für mein Team entgegen“, sagte Meyer bei der Preisverleihung.

Hans-Peter Blum / 17.12.18

 

Quelle: Opens external link in new windowhttps://nordhausen.thueringer-allgemeine.de

Quelle: Peter-Stefan Greiner; nnz-online.de