Bescherung für den AKS und der Unternehmer des Jahres

Dienstag, 18. Dezember. 2018

Zu den am besten besuchten Veranstaltungen des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) gehören das Sommerfest und die Weihnachtsfeier. Heute – kurz vor dem Fest – war es wieder soweit…

Diesmal hatte sich der Vorstand das VIP-Zelt des Regionalligisten ausgesucht. Und das vielleicht nicht ohne Grund. Doch dazu später mehr. 

Zuerst zu den Formalitäten, um die man nicht einmal bei einer Weihnachtsfeier herumkommt. Und dazu gehörte zu allererst die Begrüßung der Gäste, für die NUV-Chef Niels Neu verantwortlich zeichnete. Natürlich gehörte die Begrüßung der Ehrengäste dazu, deren Aufzählung wir uns ersparen. Und für alle gab es dann noch einmal einen gemeinsamen Beifall. „Traurig“ war Niels Neu, dass der Nordhäuser OB der Einladung nicht gefolgt war.

 Nach der Enttäuschung folgte der Jahresrückblick. Themen, mit denen sich der NUV intensiv beschäftigte, waren der zunehmende Fachkräftemangel oder die Entwicklung des Biosphärenreservates, das von den Ellricher Bürgern mehrheitlich abgelehnt wurde. Nicht abgelehnt wurde die Unterstützung für die Realisierung der drei Großprojekte in Nordhausen, die bekannt sind. Mit denen gebe es eine Riesenchance, viele Millionen Euro nach Nordhausen zu holen. 

Dann wechselte Neu zu den ernsten Themen über, die da zum Beispiel die erste Ansiedlung im Industriegebietes in der Goldenen Aue sind. Wir berichteten bereits am Freitag vergangener Woche, dass sich die LEG in einer finalen Phase in den Verhandlungen befinde. Mager fiel da der Beifall der rund 150 Gäste aus. 

Niels Neu ging auch auf den nnz-Artikel zur Strafanzeige des Thüringer Flüchtlingsrates gegen eine Nordhäuser Richterin ein. Neu fordert ein Signal von den Unternehmen der Region, sich klar und eindeutig für die Wahrung und Achtung der Gewaltenteilung einzusetzen. „Bitte stellen Sie sich hinter diese Richterin, stärken Sie ihr den Rücken setzen Sie sich damit für die Stärkung der Demokratie ein!“ Dafür gab es wesentlich stärkeren Beifall, der als Anerkennung gewertet werden kann.

Niels Neu dankte danach Ministerin Birgit Keller für ihr Engagement für die Region. Symbolisch erhielt sie eine Flasche Rotwein. Dem schloss sich eine Präsentation der Service-Gesellschaft zum Umbau des Stadions an, über die die nnz bereits ausführlich berichtet hatte. 

Im Anschluss übergab Birgit Keller den Fördermittelbescheid für die erste Sanierungsphase des Albert-Kuntz-Sportparks an Landrat Matthias Jendricke. Für sie sei das eine gute Sache, denn letztlich gehe es immer um die Region und um die Menschen, konkret für die Menschen, die sich in und um Nordhausen dem Fußball verschrieben haben. Und natürlich und insbesondere gehe es um die fast 300 Kinder und Jugendliche, die im Verein gut aufgehoben sind. Keller wörtlich: „„Die Thüringer Landesregierung hat sich in ihrem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag verpflichtet, den Spitzensport im Freistaat besonders zu fördern. Mit der Förderung der Sanierung und des Ausbaus des Albert-Kuntz-Sportparks in Nordhausen leisten wir dazu nun auch in Nordthüringen einen wesentlichen Beitrag“, sagte Infrastrukturministerin Birgit Keller heute in Nordhausen bei der Übergabe eines Fördermittelbescheids über sechs Millionen Euro Schuldendiensthilfen an Landrat Matthias Jendricke. „Der Albert-Kuntz-Sportpark ist ein Leuchtturm für den Spitzensport in Nordthüringen. Er verdient eine angemessene Förderung, wie bereits das Abbe-Stadion in Jena, die Salza-Halle in Bad Langensalza und die Handballhalle in Eisenach.

Im Albert-Kuntz-Sportpark soll in einem ersten Bauabschnitt eine neue Haupttribüne und ein Funktionsgebäude neu errichtet werden. Es werden 2.000 Sitzplätze auf der Tribüne entstehen. Die Hälfte von ihnen wird überdacht sein. Zu den Baukosten von gut acht Millionen Euro wird sowohl der Landkreis als auch der Verein FSV Wacker 90 Nordhausen je eine Million Euro Eigenmittel beisteuern. Sechs Millionen Euro werden als Darlehen aufgenommen. Hierfür gewährt das Land die entsprechenden Schuldendiensthilfen (Zins- und Tilgungsleistungen). Der Ausbau des Sportparks entspricht im 1. Bauabschnitt den Anforderungen der Regionalliga, in der der Verein derzeit spielt. Die Pläne lassen jedoch einen späteren Ausbau zu, um bei einem sportlichen Aufstieg auch die baulichen Anforderungen für die 3. Bundesliga erfüllen zu können.

Letztlich gab Jendricke den Bescheid weiter an Gunnar Reuter. Der Geschäftsführer der Service-Gesellschaft kann nun bauen. Oder bauen lassen, denn nun sind die Planungen vorzubereiten, danach geht es an die Ausschreibungen. Keller: „Die Service kann bauen!“

Der Höhepunkt aus NUV-Sicht war dennoch ein anderer – die Ehrung des Unternehmer des Jahres. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Torsten Meyer, den Geschäftsführer von mtm plastics iin Niedergebra. Auf ihn einigte sich der NUV-Vorstand in einer mehrheitlichen Abstimmung, da es drei gleichwertige Kandidaten gegeben hatte. Meyer nahm die Ehrung stellvertretend für das gesamte Team in Niedergebra an.

Peter-Stefan Greiner

 

Quelle Bilder und Text: Opens external link in new windowhttps://www.nnz-online.de/news/