Ein Verein outet sich
Es kommt nicht oft vor, dass ein Verein, den man auf Grund seiner Tätigkeiten kennt und schätzt, eine Auszeichnung erhält. Und zu dieser Wertschätzung von sich aus einen tabellarischen Nachweis dieser Aktivitäten liefert.
Gemeint ist die seit nunmehr fünfzehn Jahren bestehende und wirkende Stadt- und Gästeführergilde Nordhausen, die am Mittwoch vom Nordhäuser Unternehmerverband e.V. (NUV) eine Anerkennung in Form einer finanziellen Zuwendung von 500 Euro erhält.
Mit diesem bemerkenswerten Vorgang zeigt zunächst der NUV, dass er sich inzwischen nicht nur wirtschafts- und kommunalpolitisch, sondern auch kulturell engagiert. Und mit seiner Zuwendung einen Verein auszeichnet, der sich wie kaum eine andere Initiative mit Nordhausen identifiziert und das mit den Stadtführungen durch jedes seiner Mitglieder an fast jeden zweiten Tag im Jahr (statistisch belegt) Besuchern gegenüber zum Ausdruck bringt. Die Gilde ist damit neben der Nordbrand GmbH und der Traditionsbrennerei ein herausragender Werbeträger und -faktor für die Rolandstadt.
Der bei dieser Gelegenheit ebenfalls der Dank der Gildemitglieder gilt, die ja im Jahr 1995 den Anstoß zur Ausbildung der Stadtführer gab und während dieser Jahre der Gilde ein Zuhause bot, ihr damit ein Vereinsleben ermöglichte.
Um nun zu diesem oben erwähnten tabellarischen Nachweis zu kommen, der der nnz vorliegt, sei bemerkt, dass dieser den Rahmen eines Berichtes wie diesen weit sprengen würde. Er zeigt, dass sich unter den Gildemitgliedern akribisch veranlagte oder geschulte Menschen befinden, die geradezu perfekte statistische Arbeit leisten. Dass sich unter den nach Art der aufgeschlüsselten Führungen (Stadt-, Kirchen-, Bergwerk- Themen- Straßenbahn-, Busführungen) auch Brennereiführungen befinden, lässt den inneren Zusammenhang der oben genannten Werbeträger der Stadt Nordhausen erkennen. Und natürlich ihre nach und nach erworbene bzw. erweiterte Kompetenz in Stadtgeschichte und auf alle Bereiche besuchs- und sehenswürdiger Orte, Einrichtungen oder auch Denkmale.
Dass dabei die Landesgartenschau im Jahr 2004 allein mit 225 Führungen (4433 Teilnehmer) besonders herausragt, ist nicht nur statistisch ein Highlight. Dazu kommen neben den Führungen gehaltene oder vermittelte Vorträge, Ausbildung interessierter Schüler, Kirchenaufsichten in der St.Blasii-Kirche und anderes mehr. Allein in 2009 wurden 329 Führungen angeboten bzw. durchgeführt, an denen 7342 Personen teilnahmen.
Ein von der Gilde herausgegebenes Faltblatt gibt eine kurze Übersicht zur Stadtgeschichte und empfiehlt Besuchern, an einer der vielfältig gestalteten Führungen teilzunehmen. Dass man auf diesem Gebiet schon bis 2002 große Anerkennung fand, wird durch die Verleihung des „Goldenen Rolands“ dokumentiert, den damals die Werbegemeinschaft Nordhausen verlieh.
Alles in allem will die Stadt- und Gästeführergilde mit dieser Darstellung zum Ausdruck bringen, wie tief sie mit der Stadt Nordhausen und ihrer Geschichte verankert ist und wie sehr es ihr Anliegen ist, das mit ihren Führungen nach außen werbewirksam zum Ausdruck zu bringen.
Julius Seifert, nnz-online.de



























































































































































