Gute Atmosphäre beim Sommergespräch
Diese Einschätzung traf auf die äußeren Umstände der gestrigen NUV-Veranstaltung ebenso zu wie auf die Behandlung der vorgegebenen Themen dieses Sommergesprächs. Und sie dürfte dem gegenseitigen Verständnis zwischen Agentur für Arbeit und den Unternehmern gedient haben.
Die Organisatoren dieser Veranstaltung erwiesen sich als vorsorgend, hatten sie doch als Veranstaltungsort den Biergarten der „Friedenseiche“ in Salza gewählt. Und ein Thema auf die Tagesordnung gesetzt, das hochaktuell, aber auch problematisch ist: „Die Arbeitsmarktpolitik im Wandel von staatlichen Strukturen und Anforderungsqualität der Unternehmer“. Dazu kam nach der obligatorischen Begrüßung und Einführung in die Thematik durch NUV-Vorsitzenden H.-J. Junker zunächst mit Dr. Simone Simon, Direktorin der Agentur für Arbeit, eine absolut kompetente Referentin zu Wort, die die aktuellen strukturellen und organisatorischen Gegebenheiten der Agentur in Wort und Grafiken darstellte, mit denen man den Erfordernissen gegenüber den Unternehmern, gleichzeitig aber auch der Betreuung und Vermittlung der Arbeitssuchenden und Arbeitslosen noch effektiver und inividueller gerecht zu werden versucht. Mit gutem Erfolg, wie die Referentin erläuterte. Sie belegte das mit Zahlen der Vermittlung, die im wesentlichen den Berichten zu den monatlichen Arbeitsmarktzahlen der nnz entnommen werden können. Fakt dabei ist, dass im Zuständigkeitsbereich der Nordhäuser Agentur der Landkreis Nordhausen derzeit am meisten Sorgen bereitet. Dr. Simon erläuterte sachlich und anschaulich ohne eigene Wertungen, hob dagegen das prinzipiell gute Einvernehmen zwischen ihrer Behörde und den Unternehmern hervor.
Nachdem die Direktorin der Agentur ihren unmittelbaren Zuständigkeitsbereich, der sich aus dem Arbeitslosengeld I ergibt, umrissen hatte, leitete sie zu den Zuständigkeiten der in ihrem Hause untergebrachten ARGE Hartz IV über, deren Aufgaben und Arbeitsweise dann von dessen Geschäftsführer Hans-Georg Müller aufgezeigt wurde. Dabei vermittelte er eine Vorstellung der Vielfalt menschlicher, sozialer, aber auch psychischer Probleme der von ihm und seinen Mitarbeitern betreuten Menschen. Fast jedes einzelne ein Schicksal. Müller trat der durch manche Medienberichte vermittelten Vorstellung verbreiteten Leistungsmissbrauchs durch die Alg II-Empfänger entgegen, wie er auch die durch Bundesrechnungshof und den gerade vorgelegten Abschlussbericht des Ombudsrats festgestellten Mängel bei der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit für seine ARGE in dem dargestellten Umfang nicht teilte. Er zeigte dagegen die Probleme auf, die sich durch Bedarfsgemeinschaften und persönliche Verhältnisse der Betreuten ergeben, von denen manche seit Jahren arbeitslos seien. Und teilweise auch jede Motivation verloren hätten. Trotzdem versuche man, im Rahmen seiner Aufgaben den Menschen zu helfen. Und sie in jedwede zumutbare Arbeit zu vermitteln. Die Referenten zeigten u.a. auch die Fördermöglichkeiten auf, die man habe, um die Vermittlungsarbeit möglichst erfolgreich für Unternehmen wie für Arbeitslose zu gestalten.
Die den Referaten folgende Diskussion ließ jedenfalls erkennen, dass es den Referenten gelungen war, die gegenseitigen Interessen anzusprechen und zu befördern.
NUV-Vorsitzender Junker dankte in seinem Schlusswort den Referenten für ihre anschaulichen Vorträge und versicherte ihnen aus dem vertieften Verständnis der aufgezeigten Probleme heraus, sie in ihren Aufgaben weiter aktiv und partnerschaftlich zu unterstützen.
nnz-online.de



























































































































































