IHK senkt Beiträge auch im Landkreis Nordhausen
Nordhausen. Die wirtschaftliche Situation der Unternehmen im Kreis Nordhausen bleibt angespannt. Nun hat die zuständige Wirtschaftskammer reagiert und für Entlastung gesorgt.
„Die regionale Wirtschaft steht weiter unter Druck“, sagt Ulrich Schlegel, IHK-Vizepräsident und Unternehmer aus Nordhausen. Viele Unternehmen würden eher vorsichtig agieren und Entscheidungen etwa zu Investitionen verschieben. „Viele Betriebe bewerten ihre Lage schlecht und erwarten keine schnelle Besserung“, fügt er hinzu. Zentrale Bremsen seien dabei hohe Kosten und die Unsicherheit aufgrund unklarer wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen.
„Ich bin enttäuscht, dass unsere Regierung die Gier der Mineralölkonzerne nicht in den Griff bekommen hat“, macht er deutlich. Diese hätte viel eher reagieren müssen, der vorgesehene Preisdeckel für die Spritpreise komme zu spät. Bei den hiesigen Speditionen würden die Fahrer fehlen, es gäbe Engpässe bei den Fachkräften. „Für zwei Arbeitnehmer, die in Rente gehen, kommt nur einer nach“, bringt er es auf den Punkt.
Angesichts dieser negativen Entwicklung hat die Industrie- und Handelskammer Erfurt reagiert und die Grundbeiträge für ihre 59.000 Mitgliedsunternehmen für dieses Jahr halbiert. Insgesamt werden die Unternehmen im Kammerbezirk dadurch um rund 3,6 Millionen Euro entlastet.
„Mit der endgültigen Festsetzung der Grundbeiträge auf 50 Prozent setzen wir ein bewusstes Zeichen für die regionale Wirtschaft“, macht IHK-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch deutlich. Außerdem werde der Umlagesatz der Unternehmen auf 0,10 Prozent gesenkt. Dieser habe im Jahr 2024 noch 0,14 Prozent betragen.
3950 Betriebe profitieren im Landkreis Nordhausen
Von der Senkung der Beiträge sind im Landkreis Nordhausen etwa 3950 Unternehmen betroffen. „Wir begrüßen die Beitragssenkung ausdrücklich, sie ist ein positives Zeichen in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit“, sagt die Nordhäuser Firmen-Chefin Carina Schmidt-Pförtner vom Vorstand des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV).
Man übe gern konstruktive Kritik an der Kammerpolitik, das helfe aber auch, um gute Lösungen zu finden, so Schmidt-Pförtner.
Quelle: Hans-Peter Blum, Lokalreporter in Nordhausen24.09.2026, 17:00 Uhr unter: IHK senkt Beiträge auch im Landkreis Nordhausen




























































































































































