Nordhäuser Architekt feiert sein 25. Geschäfts-Jubiläum
Nordhausen Tobias Winkler hat deutliche Spuren in der Stadt und dem Landkreis Nordhausen hinterlassen. Der aus Nordhausen stammende Architekt hat in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Projekte in der Region und darüber hinaus umgesetzt. Am 1. April feierte er sein 25. Geschäftsjubiläum.
Besonders spektakulär sind die zwölf Tiny-Häuser auf dem Dach eines Parkhauses am Nordhäuser Bahnhof, das Projekt des Nordhäuser Investors Axel Heck, das im März 2025 fertiggestellt wurde. „Das war eines meiner schwierigsten Projekte, denn die Statik und auch der Brandschutz stellten mein Team vor große Herausforderungen“, schätzt Winkler heute ein.
Aber auch die Quartiersentwicklung an der Rosenmühle in der Nordhäuser Altstadt trägt seine Handschrift. „Der Neubau des Gebäudes Altendorf 30 war nicht ganz einfach, denn wir sollten an den Palazzo-Stil des Vorgängerbaus anknüpfen, was uns letztlich auch gelungen ist“, blickt Winkler auf die Jahre 2017 und 2018 zurück. Die neuen Häuser an der Rosenmühle hinter dem prägnanten Eckgebäude sind dagegen sehr modern gehalten, was ein weiteres Kennzeichen von Winklers Baustil ist.
Aktuell entsteht in Bleicherode der Neubau des Stadtarchivs nach den Plänen von Tobias Winkler in interessanter Schindel-Optik. „Wir wollen damit bis Ende April fertig sein, die Übergabe ist für Mai vorgesehen“, berichtet der 54-jährige Architekt. Ab Herbst wird an der Rothleimmühle in Nordhausen der Neubau des Salzaer Seniorenheims starten, einem Projekt des Jugendsozialwerks.
Der soziale Bereich mit Pflege, Seniorenheimen und Kindergärten hat sich zuletzt zu einem Schwerpunkt in der Tätigkeit des Nordhäuser Architekten entwickelt. „Dafür exemplarisch steht der Komplex der Soweno-Tagespflege und des Kindergartens in der Gartenstraße in Bleicherode, den wir schon viele Jahre begleiten“, nennt Winkler ein Beispiel. Ganz aktuell ist die Komplettsanierung der Mutter-Kind-Klinik in Zorge. „Dieses Großprojekt wird uns noch bis 2028 begleiten“, fügt er hinzu.
Tobias Winkler hat von 1991 bis 1997 in Weimar an der dortigen Bauhaus-Universität Architektur studiert. Nach seinem Diplom kehrte er nach Nordhausen zurück und arbeitete zunächst im Architekturbüro von Walter Schmidt. „Es war damals eine schwierige Zeit für Architekten, vielen in der Branche drohte die Arbeitslosigkeit“, erinnert sich der Nordhäuser. Er musste eine Entscheidung treffen. „Entweder gehe ich in den Westen oder ich wage den Schritt in die Selbstständigkeit“, war damals die Ausgangslage.
Winkler machte sich selbstständig. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat. „Natürlich musste ich mich erst einmal etablieren und Klinken putzen gehen“, blickt er heute zurück. Zunächst hat er mit kleinen Projekten angefangen. Wie zum Beispiel die Sanierung des Pfarrhauses im Nordhäuser Stadtteil Salza. „Das war mein allererstes Projekt im Jahr 2001“, sagt er und weist beim Ortstermin auf das schmucke Gebäude, das auch heute noch einen guten Eindruck macht.
Dann kamen nach und nach die größeren Projekte, denn Winkler konnte sich schnell einen Namen machen. 2003 stellte er seinen ersten Mitarbeiter ein, später kamen weitere hinzu. Heute zählen acht Angestellte zu seinem Team. „Die Auftragslage ist derzeit nicht schlecht; wir sind aber auch viel in Südniedersachsen unterwegs und haben Projekte etwa in Osterode oder in Duderstadt“, nennt er Beispiele. Und er vergisst auch nicht, die wichtige Rolle seiner Frau zu erwähnen, die für die Organisation und die Buchhaltung zuständig ist.
Quelle: Hans-Peter Blum, 07.04.2026: Nordhäuser Architekt feiert sein 25. Geschäfts-Jubiläum




























































































































































