Praxis behandelt seit 30 Jahren Patienten
Heiko Brandner hat nach der Wende den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Um eine Nachfolge muss er sich keine Sorgen machen.
Nordhausen Ein Film ist schuld an der Berufswahl von Heiko Brandner. Das Interesse des Nordhäusers für die Physiotherapie wird dadurch geweckt. Er entscheidet sich anschließend für eine Ausbildung in diesem Bereich. Die Entscheidung hat Heiko Brandner nie bereut.
Seit nunmehr 30 Jahren ist der mittlerweile 60-Jährige selbstständig. In seiner Praxis in der Bochumer Straße in Nordhausen-Salza beschäftigt er aktuell 17 Mitarbeiter. Drei von ihnen sind schon länger mit dabei. Karina Michel ist bereits seit 20 Jahren in der Praxis tätig, Ellen Liesegang und Nicole Fischer arbeiten seit 15 Jahren für Heiko Brandner.
Die Angestellten kümmern sich um die Patienten, die nicht nur aus Nordhausen, sondern dem gesamten Landkreis kommen. Das Praxisangebot ist vielfältig und reicht von der Krankengymnastik und der manuellen Therapie über Lymphdrainage, Elektro- und Kältetherapie, Taping, Ultraschall bis hin zu diversen Wellnessanwendungen. Auch Hausbesuche und Besuche in Pflegeheimen gehören zu den Leistungen.
Die Räumlichkeiten am ersten Standort reichen nicht mehr aus
Obwohl Heiko Brandner seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt, hat er nach der Schule zunächst einen ganz anderen Berufswunsch. Er will eigentlich Lehrer werden und beginnt daher noch zu DDR-Zeiten ein Lehramtsstudium für Polytechnik. Doch nach dem Mauerfall wird dieser Studiengang abgeschafft. Der Nordhäuser muss sich beruflich anderweitig orientieren. Er bewirbt sich bei der Pro-Vita-Akademie und wird angenommen. Als Teil einer der ersten Klassen der Schule lässt sich Heiko Brandner dort von 1991 bis 1994 zum Physiotherapeuten ausbilden.
Nach seinem Abschluss arbeitet er zunächst als Angestellter in diesem Beruf. 1996 wagt der Nordhäuser dann gemeinsam mit Geschäftspartnerin Rosi Kratzin den Schritt in die Selbstständigkeit. Sie eröffnen in der Walter-Rathenau-Straße in Nordhausen-Salza eine Praxis. Der Anfang ist schwer, doch dann zahlt sich die Mühe der Beiden aus. Es gibt so viel zu tun, dass nach einem Jahr erstmals eine Mitarbeiterin eingestellt wird. Aufgrund der steigenden Nachfrage wächst das Team im Laufe der Jahre um weitere Angestellte. 2006 kümmern sich bereits fünf Mitarbeiter neben den Praxisinhabern um die Patienten.
Durch die Erweiterung des Tätigkeitsprofils vergrößert sich auch die Anzahl der Patienten. Die Kapazitäten der Praxis werden zu klein. Ein Umzug in größere Räumlichkeiten wird in Erwägung gezogen. Im „Haus der Dienste“ in der Bochumer Straße in Nordhausen-Salza werden Heiko Brandner und Rosi Kratzin fündig. Seit Mai 2006 ist die Praxis nun dort zu finden. Die Zusammenarbeit mit seiner Geschäftspartnerin bleibt anfangs noch bestehen. Seit Januar 2007 ist Heiko Brandner der alleinige Praxisinhaber.
Mit der Pro-Vita-Akademie, an der er den Grundstein für seine Karriere legte, ist der 60-Jährige bis heute eng verbunden. In seiner Praxis gehen regelmäßig Praktikanten ein und aus. Zudem stellt Heiko Brandner sein Unternehmen als Prüfungseinrichtung für die Masseure zur Verfügung.
Um eine Nachfolge muss sich der 60-Jährige keine Gedanken machen. Mit seiner Leidenschaft für den Beruf hat er inzwischen auch seinen Sohn Florian angesteckt. Auch er hat an der Pro-Vita-Akademie gelernt und wird die Praxis eines Tages von seinem Vater übernehmen. Neben seinem Sohn arbeitet auch Heikos Frau Nicole dort. Tochter Lisa hilft ab und an aus. Sie ist hauptberuflich auf einem Kreuzfahrtschiff tätig.
Auf die Weltmeere zieht es Heiko Brandner nur in der Urlaubszeit. Bei seinen Reisen in ferne Länder entspannt der Chef und tankt neue Kraft. Seine Praxis möchte er so lange wie möglich weiterführen.
Quelle: Doreen Hotzan, TA NDH am 01.04.2026: Praxis behandelt seit 30 Jahren Patienten


























































































































































