Region Südharz-Kyffhäuser soll touristisch weiterentwickelt werden
Nordhausen. Der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier hat sich am Donnerstag mit Verbänden, Kammern und weiteren Einrichtungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Thüringen ausgetauscht.
Gemeinsam mit Vertretern u.a. der IHK, der Kreishandwerkerschaft, des NUV, des Verbandes Mittelständischer Wirtschaft, der Agentur für Arbeit sowie der Hochschule diskutierte der Staatssekretär vom Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft im IFA-Museum, das er zuvor besichtigte.
"Durch die A38 ist unsere Region inzwischen optimal an die Wirtschaftsregionen Kassel/Göttingen und Halle/Leipzig angebunden", so Landrat Matthias Jendricke. "Die Ausgangsbedingungen sind gut." Auch die Gründung der Hochschule in 90er Jahren sei beispielsweise ein wichtiger Impuls gewesen, der auch zur Stabilisierung der Einwohnerzahlen beigetragen und ein Forschungscluster gebildet habe. Deshalb sei es auch ein wichtiges Signal der Landesregierung, zukünftig mehr Geld für die Hochschule Nordhausen bereitstellen zu wollen, so der Landrat.
Georg Maier hob die Vorteile der kleinteiligen mittelständischen Wirtschaftsstruktur in Thüringen hervor, die zwar kein schnelles Wachstum ermögliche, dafür nachhaltiger, stabiler und krisenfester sei. Wichtig seien jetzt Zukunftsthemen wie die richtigen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung zu schaffen, die Datensicherheit zu wahren oder Flüchtlinge zu integrieren , die einerseits eine Chance für die Arbeitsmarkt bedeuteten, aber auch eine große Herausforderung seien, so Georg Maier.
In der Diskussion sprachen die Verbandsvertreter verschiedene Problemfelder an, wie Udo Rockmann von der IHK, der die hohen Energie- sowie Ver- und Entsorgungskosten kritisierte. Niels Neu, Vorsitzender vom Nordhäuser Unternehmerverband, forderte, dass das Industriegebiet Goldene Aue auf Landesebene zur Chefsache in Nordthüringen gemacht werden müsse, denn es werde seit 15 Jahren darüber diskutiert und es ist mit 30 Millionen Euro an Steuergeld gefördert worden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner regte dazu an, die Hochschule als Fachkräftenachwuchs- und Forschungsquelle zu nutzen und in der Suche nach Firmenansiedlungen einzubeziehen.
Am Abend hat sich Staatssekretär Georg Maier dann mit seiner Amtskollegin aus Sachsen-Anhalt Dr. Tamara Zieschang über die touristische Weiterentwicklung der Region Südharz/Kyffhäuser in Sophienhof ausgetauscht. Dabei ging es insbesondere um eine engere Zusammenarbeit der Landkreise Mansfeld-Südharz, Kyffhäuser und Nordhausen. Hierzu trifft sich seit einigen Monaten eine Arbeitsgruppe, in die auch Vertreter des Tourismusverbandes Südharz Kyffhäuser</location>, der Landkreise sowie der Stadt Nordhausen einbringen.
Gemeinsam mit Landrat Matthias Jendricke, der auch dem Aufsichtsrat des neuen Tourismusverbandes Südharz Kyffhäuser vorsitzt, der Chefin des Harzer Tourismusverbandes Carola Schmidt sowie HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener diskutierten die Staatssekretäre, die auch das Tourismusressort verantworten, erste Ideen dieser länder- und kreisübergreifenden Arbeitsgruppe.
Man wolle die Chancen einer gemeinsamen touristischen Entwicklung nutzen, so Dr. Clemens Ritter von Kempski, Geschäftsführer der Jagd- und Forstgesellschaft Stolberg und Hotelier, der sich maßgeblich für eine engere Kooperation engagiert. Die Wirtschaftsstaatssekretäre Dr. Tamara Zieschang und Georg Maier reagierten positiv auf die entwickelten Ansätze und forderten die beteiligten Akteure der Region auf, ihr Konzept gemeinsam mit dem Harzer Tourismusverband als Dachverband für die Region weiter zu verfeinern.
Jessica Piper, Landratsamt Nordhausen / 04.12.15 / tag
Quelle: Thüringer Allgemeine


























































































































































