Südharzer Bergbauspezialisten sind vor allem bei Notfällen gefragt
Die Bergbauspezialisten sind derzeit im Landkreis Nordhausen aktiv. Ein 4-Mann-Team ist unweit des Braunsteinhauses bei Ilfeld dabei, im Auftrag des Landesbergamtes den Entwässerungsstollen des dortigen kleinen Manganbergwerkes zu sichern und zu verschließen.
Ilfeld. "Wir werden immer dann gerufen, wenn Not am Mann ist", sagt Axel Fernschild, kaufmännischer Geschäftsführer der Bergsicherung Ilfeld (BSI). Ist beispielsweise ein Hang abgerutscht, hat sich ein Loch im Berg oder unterirdisch aufgetan, sind die Spezialisten aus Ilfeld mit ihrem Können gefragt.
"Ein typisches Beispiel ist die Bleßberghöhle im Thüringer Wald. Bei Bauarbeiten für die ICE-Strecke Bamberg-Erfurt wurde ein großer Hohlraum entdeckt. Wir wurden gerufen, um zu erkunden, ob die sehenswerte Höhle für Besucher geeignet ist. Doch das war sie aus verschiedenen Gründen nicht. Deshalb wurde sie durch uns verschlossen", sagt Fernschild.
70 Mitarbeiter erwirtschaften Umsatz von 7 Millionen Euro
"Wir sind quasi von Helgoland bis Berchtesgaden tätig. Unsere Stärke ist die Flexibilität, wir führen kleine Aufträge bis hin zu großen Projekten aus", fügt er hinzu. Der momentane Auftragsvorlauf betrage sechs Monate. Mit seinen 70 Mitarbeitern erwirtschaftet das gesunde Unternehmen, das neben dem Ilfelder Hauptsitz eine Außenstelle in Könitz bei Saalfeld unterhält, einen jährlichen Umsatz von sieben Millionen Euro.
Auch im Landkreis Nordhausen sind die Bergbauspezialisten derzeit aktiv. Ein 4-Mann-Team ist unweit des Braunsteinhauses bei Ilfeld dabei, im Auftrag des Landesbergamtes den Entwässerungsstollen des dortigen kleinen Manganbergwerkes zu sichern und zu verschließen. "Es darf kein Wasserstau entstehen, sondern das Wasser soll kontrolliert über das Mundloch abfließen", erläutert Dirk Vetter, der technische Geschäftsführer des Unternehmens.
Und selbst in der Stadt Nordhausen sind die Ilfelder tätig. Aber für den Nordhäuser nicht sichtbar, denn die BSI-Spezialisten sanieren unterirdisch den Regenwasserstollen am Taschenberg. "Dort werden Schadstellen am Mauerwerk des 100 Jahre alten Stollens ausgebessert und verfugt", erklärt Vetter.
Fakten zur Bergsicherung Ilfeld
- Die Firma wurde 1974 als VEB gegründet, 1993 erfolgte die Privatisierung
- Schwerpunkte sind die Erkundung, Betreuung und Verwahrung des Altbergbaus und die Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten, Mauerwerksanierung und Felssicherungen
- 3-Jahres-Vertrag mit Thüringer Landesbergamt, 2-Jahres-Verträge mit Straßenbauämtern
- Auftragsvorlauf: sechs Monate
- 70 Mitarbeiter, ein Lehrling
- zehn bis zwölf Baustellen gleichzeitig mit einer Bestückung von zwei bis sechs Mitarbeitern
Quelle: Hans-Peter Blum, TA Nordhausen 27.01.17





























































































































































