Unternehmer für leichteren Arbeitszugang für Ukrainer
Deutsche Sprachkenntnisse sind für manche Branchen nicht so entscheidend, sagt Niels Neu, Chef des Nordthüringer Wirtschaftsverbands NUV
Nordhausen. "Wir wollen uns im neuen Jahr verstärkt mit dem Thema der ukrainischen Fachkräfte widmen", sagt Niels Neu, Chef des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV). Es gebe im Südharz mehrere positive Beispiele aus dem Bereich Pflege, wo Ukrainer bereits im Einsatz sind, etwa in der Neanderklinik in Ilfeld oder dem Nordhäuser Südharz-Klinikum. "Aber wir brauchen nicht nur Pfleger und Ärzte, sondern auch Fleischer, Maler, Schweißer und Kellner", macht der Unternehmer deutlich.
Hier gelte es, mit der Politik eine Lösung zu finden, "damit nicht zwangsweise ein bestimmtes Sprachniveau die Voraussetzung zur Aufnahme von Arbeit ist, sondern die Sprachkenntnisse auch erst bei der Arbeit erworben werden können", betont Neu. Dabei beziehe er sich vor allem auf die Dienstleistungs- und Handwerksberufe, wo die Sprachkenntnisse nicht an erster Stelle stehen würden.
Die Themenfelder Fachkräfte und Bildung hatten bei der jüngsten IHK-Standortanalyse im Landkreis Nordhausen ein wenig zufriedenstellendes Bild aufgewiesen. "Mit der Schulausbildung sind die Unternehmer sehr unzufrieden, weil die Kenntnisse der Schüler oft nicht ausreichend sind", schätzt der NUV-Chef ein. "Für die hiesigen Betriebe ist ein schnellerer Breitband- und Internetausbau sehr wichtig", blickt Neu auf ein anderes Theman. Hier liege die Zufriedenheit in der Standortananlyse nur bei 54 Prozent. Die Energiepreise und die öffentliche Sicherheit stehen des Weiteren ganz oben auf der Agenda. "Die aktuelle Bundespolitik trifft uns mit den angekündigten Kürzungen sehr hart", kritisiert der Unternehmer. Als Beispiele nennt er den angekündigten Wegfall der Subventionierung des Agrardiesels und die gestrichene Förderung beim Kauf von Elektroautos. "Jegliches Vertrauen in die Politik wird damit zerstört und die Unternehmen in der Landwirtschaft geschwächt", gibt Neu zu bedenken.
Quelle: TA Nordhausen, 04.01.2024 von Hans-Peter Blum, auch nachzulesen unter Unternehmer aus Nordhausen fordert leichteren Arbeitszugang für Ukrainer | Nordhausen | Thüringer Allgemeine (thueringer-allgemeine.de)




























































































































































