Unternehmer kommen besser durch die Krise als gedacht
Regionaler Wirtschaftsverband sieht positive Zukunft für Industriegebiet „Goldene Aue"
Nordhausen. Der Nordthüringer Unternehmerverband (NUV) erwartet ein spannendes Jahr. „Wir können vieles noch nicht einschätzen, aber wir sind, guter Dinge. Die gesendeten Signale sind positiver, als wir das noch Ende des Jahres erwarten konnten", berichtet Thomas Seeber vom Vorstand des NUV. „Die Unternehmer der Region sind gut aufgestellt und haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir kommen besser durch die Krise als gedacht", lautet seine Einschätzung. „Zwar ist die Zurückhaltung bei Investitionen spürbar und es wird Veränderungen in vielen Bereichen geben, aber es kommt darauf an, wie man damit umgeht."
Mit Blick auf das Industriegebiet „Goldene Aue" ist der Unternehmerverband nach wie vor optimistisch. Da das Gebiet erst seit drei Jahren vermarktungsreif ist, sei noch alles im grünen Be- reich. Der NUV rechnet damit, dass eine Ansiedlung kurz bevorsteht. Denn es gäbe einen Investor, der sich intensiv mit dem Standort beschäftigt. Sorge bereitet dem Unternehmerverband die fehlende Nachfolge in manchen Firmen. „Das hinterlässt Spuren, dem müssen wir entgegenwirken", so Seeber. Nils Neu, Vorsitzender des NUV, bedauert, dass die im Vorjahr gestartete Imagekampagne zur Nachwuchsgewinnung durch die Energiekrise etwas untergegangen ist. Diese Kampagne soll weiterlaufen und hat das Ziel mehr junge Leute für das Unternehmertum zu begeistern. "Wir brauchen Unternehmer und den Mittelstand, denn den vertreten wir", betont Neu.
Stelle für Existenzgründer soll kommen
Dazu soll auch eine Existenzgründerstelle in Nordhausen entstehen. In Zusammenarbeit mit Landrat Matthias Jendricke (SPD) ist der Verband dabei, dieses Projekt anzuschieben. Die Zusammenarbeit des NUV mit der Lokalpolitik sei gut, so der Vorstand. „Es gibt eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sowie den Verwaltungen der Kommunen. Man kennt und vertraut sich. Und wenn es Probleme gibt, suchen wir nach Lösungen."
Für Nils Neu gibt es mehrere Punkte, die den Unternehmerverband erfolgreich agieren lässt. Zu den besonderen Stärken gehört für den Vorstandsvorsitzenden ein großes Netzwerk, was auch von den Mitgliedern intensiv genutzt wird. „Auch Vertrauen und Effizienz sind sehr wichtige Grundlagen für unsere Arbeit. Und wir überlegen genau, was wir einfordern. Wir bauen keine Luftschlösser". Der Unternehmer hat noch einen Wunsch: „Die Ideologie muss aus den Köpfen raus, egal worum es geht."
Quelle: Birgit Eckstein, TA NDH vom 20.01.2023 nachzulesen unter Verband steht Nordhäuser Firmen zur Seite – Vertrauen und Effizienz als Basis für Zusammenarbeit | Nordhausen | Thüringer Allgemeine (thueringer-allgemeine.de)



























































































































































