Wirtschaft fordert weitere Öffnungen
Nordhausen. Ein Umdenken bei der Corona-Politik der Landesregierung fordert Niels Neu, der Chef des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV). „Der Lockdown war für eine begrenzte Zeit richtig, als noch kein Impfstoff zur Verfügung stand“, sagt Neu. „Doch seitdem der Impfstoff da ist, müsste jedem klar sein, dass wir jetzt andere Wege gehen müssen.“ Neu fordert die Öffnung von weiteren Geschäften, damit der stark gebeutelte Einzelhandel wieder wirtschaften kann.
„Es ist den Menschen nicht vermittelbar, dass die Baumärkte mit Anmeldung von Terminen wieder öffnen dürfen, aber die Möbelhäuser nicht“, nennt er ein Beispiel. Auch die Öffnung von Kinderschuhläden sei unverständlich, solange normale Schuhläden geschlossen bleiben.
„Wir verspielen so die Akzeptanz in der Bevölkerung, die doch da war“, betont Neu. Die Landesregierung lege bei diesem Durcheinander noch eine Schippe drauf. „Ich halte es für richtig, dass der Landkreis Nordhausen ein eigenes Modellprojekt mit Öffnungsvarianten starten will“, sagt er. Aber Erfurt lege hier weiter Steine in den Weg, obwohl sich der Wirtschaftsminister für regionale Lockerungen ausgesprochen hat. „Ich hoffe nicht, dass der Landratswahlkampf reinspielt und man dem Amtsinhaber von Seiten der Linken einen Vorteil nicht zugestehen will“, so Neu.
Quelle (Text und Bild): Hans-Peter Blum, Thüringer Allgemeine Nordhausen 18.03.2021



























































































































































